Die Rocklegende kommt am 21. April in die Heilbronner Harmonie

Peter Kraus exklusiv: "Das ist meine beste Platte"

1 von 16
2 von 16
3 von 16
4 von 16
5 von 16
6 von 16
7 von 16
8 von 16
9 von 16
  • schließen

Er hat noch lange nicht genug. Rocker Peter Kraus hat wieder richtig Bock auf die Bühne.

Eigentlich hatte Peter Kraus seine Bühnenkarriere mit einer zweimal verlängerten Abschiedstournee 2016 beendet. Nächstes Frühjahr kommt der Rock'n'Roller aber doch wieder auf Konzertreise, am 21. April auch nach Heilbronn in die Harmonie – mit seinem neuen Programm "Schön war die Zeit – Kulthits der wilden 50er und 60er". echo24.de-Mitarbeiterin Stefanie Pfäffle hat mit dem 78-Jährigen über Langeweile, Liebesbriefe und sein neues Programm gesprochen.

Wie geht es Ihrer Schulter, die Sie sich bei einer Fernsehshow im Oktober gebrochen haben?
Peter Kraus: Naja, den Umständen entsprechend. Es ist eine langwierige Geschichte. Aber die Angstzustände danach habe ich überwunden. Und bis zur Tour bin ich wieder ganz fit, versprochen.

Eigentlich hatten Sie sich schon von der Bühne verabschiedet. War Ihnen auf einmal langweilig?
Ein bisschen langweilig war mir schon. Nur Weingarten und so ist nicht das Wahre. Außerdem hatte ich diese Idee. Die Fans wollen ein Programm, das sich nur auf die 50er und 60er Jahre konzentriert. Die großen Hits von damals habe ich alle drauf, aber ich habe sie noch nie verwertet. Also dachte ich, sie in einer neuen Form, unplugged und mit zusätzlichen Bandmitgliedern, aufzunehmen. Das haben wir auch schon gemacht, und, sowas sage ich sonst nie, aber das ist meine beste Platte geworden. Das war in der Phase meiner größten Schmerzen mit der Schulter. Da konnte ich mir nicht so viele Gedanken machen, sondern habe einfach drauflos gesungen. Ganz aus dem Herzen heraus – und das hört man. Mir sind teilweise die Tränen runtergelaufen.

Peter Kraus exklusiv: "Das ist meine beste Platte"

Was können die Fans beim Konzert erwarten?
Ich möchte das Flair der 50er auf die Bühne bringen. Das war damals gar nicht so laut, wie man heute denkt, sondern im Vergleich geradezu sittsam. Es wird also eher ruhiger werden. Ich hab ein paar neue Lieder geschrieben, aber sonst sind es die großen Hits meiner Kollegen in einer neuen Form. Es wird ein schönes Programm, vom Barhocker aus.

Waren die 50er und 60er denn eine schönere Zeit im Vergleich zu heute?
Das kann man gar nicht vergleichen. Wenn die Zeit so weitergegangen wäre, wäre es sicher langweilig geworden. Momentan ist es allerdings schon schlimm. Ich habe ein Lied geschrieben, in dem heißt es: 'Wenn wir einen Gott anbeten würden, wäre alles einfacher.' Es ist mir unbegreiflich, dass wir uns deswegen seit Jahrtausenden die Köpfe einschlagen.

Was haltet ihr von Schlager?

Sie haben im Laufe der Jahre tonnenweise Liebesbriefe bekommen. Wie sieht es denn heute damit aus?
Etwas dürftiger als früher. Richtige Fanpost gibt es ja nicht mehr, im Facebook-Zeitalter. Aber wenn ich dann doch mal höre, dass ich jemanden sein ganzes Leben lang begleitet habe, ist das sehr schön. Zu meinen Konzerten kommen aber auch Jüngere. Ich habe immer versucht, auch die zu interessieren, indem ich zum Beispiel aktuelle Popsongs in meinem Stil gesungen habe. Dann schauen die sich schon mal an, wen ihre Mutter da in Lebensgröße an der Wand hatte.

Ist das denn jetzt wirklich Ihre letzte Tour?
Da müssen Sie mit meiner Frau sprechen. Die ist dafür – und ich eigentlich auch. Aber es könnte ja ein Riesenerfolg werden und ich müsste verlängern. Im Moment ist die Sehnsucht da, auf die Bühne zu gehen und wieder was mit meinem Körper zu machen, wie ich das mein Leben lang getan habe. Das ist das Schlimmste an der Schulterverletzung – dieses Rumsitzen auf der Couch macht mich fertig. Da beschäftige ich mich lieber mit der Tour.

 Mehr zum Thema

"Heimspiel"-Bildershow: Andrea Berg in Aspach

Vor Konzert in Heilbronn: "Spatzen"-Sänger im Interview

Exklusiv: Hansi Hinterseer im echo24.de-Interview

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare