Am 28. März im Heilbronner Redblue

Matze Knop im Interview: So funktionieren seine Parodien

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In Matze Knops aktuellem Programm "Willkommen in Matzeknopien" kommen natürlich auch die kultigen Parodien von Franz Beckenbauer und Dieter Bohlen zu Wort.
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Ein Gespräch über Kult-Kloppo, Franz Beckenbauer und Supa Richie.

Er schlüpft in die Rollen von Franz Beckenbauer, Dieter Bohlen und Joachim Löw. Und auch als Jürgen-Klopp-Verschnitt "Kult-Kloppo" sorgt er für Begeisterung. Am Donnerstag, 28. März, entführt Comedian Matze Knop im Heilbronner Redblue in seinen Staat Matzeknopien, in dem nicht nur der 44-Jährige selbst, sondern auch Leichtigkeit und Lebensfreude regieren.

Vor seiner Tour "Willkommen in Matzeknopien" hat Matze Knop mit echo24.de-Redakteur Daniel Hagmann über gelungene Parodien, verblüffende Verwandlungen und ein ganz besonderes Comeback gesprochen.

Am 28. März tritt Matze Knop in Heilbronn auf.

In Ihrem Programm inszenieren Sie sich als König von Matzeknopien. Was macht diesen Staat aus?
Matze Knop: Matzeknopien ist ein Fantasieland – und zwar ein sehr fröhliches. Der Zoll lässt alles durchgehen, außer schlechte Laune. Die bleibt draußen. Natürlich bezieht sich der Name auf Mazedonien – da steckt der Matze akustisch ja schon drin. Und Matzeknopien ist immer dort, wo ich auf meiner Tour gerade Station mache.

Der Untertitel Ihrer Tour heißt 'Ich mach's jetzt selbst'. Ist das Programm auch ein Aufruf zur Aktivität?
Ja, jeder sollte Verantwortung übernehmen, statt die Schuld bei anderen zu suchen. Wenn man die Dinge selbst in die Hand nimmt, hat man sie im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand.

Matze Knop: Die Kult-Parodien von Kaiser Franz, Dieter Bohlen und Loddar sind dabei

Wird's nun politischer als in Ihren bisherigen Shows?
Die Politik bietet genug Stoff zum Lachen – und Politik bleibt auch nicht aus. Aber immer in Verbindung mit Spaß. Das läuft vor allem über Siegfried Krawuttke, Matzeknopiens fiktiven Bürgermeister.

Ihre Kult-Parodien vergessen Sie dabei aber hoffentlich nicht...
Nein, auf keinen Fall! In der Show suche ich jeden Abend die Super-Mutti im Saal. Dabei hilft eine Jury. Die besteht aus Verkörperungen von Dieter Bohlen, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus. Die drei kennen sich mit Frauen bestens aus.

Was macht eine gelungene Parodie aus?
Sie muss stimmlich, optisch und im Verhalten das Abbild einer Person sein, die es im Realen gibt – mit Gags und Pointen. Oft fallen einem Eigenschaften einer Person erst in der überspitzten Darstellung der Parodie auf.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Parodien vor?
Ich führe mir die Person schon sehr genau zu Gemüte – mit all ihren Markenzeichen. Dann schaffe ich mir die entsprechende Stimme drauf und baue den Charakter nach.

Auch optisch kommen Sie den Originalen recht nah...
Bei Beckenbauer kann das schon anderthalb Stunden in der Maske dauern. Vor ein paar Jahren war das ungewohnt, dass man mir so lange im Gesicht herumgespielt hat. Mittlerweile würde das auch funktionieren, während ich schlafe.

Matze Knop ist der König von Matzeknopien.

Gibt’s eine Lieblingsfigur?
Nicht wirklich. Es ist aber immer schön, wenn man das Gefühl hat, dass man die Figur durchdrungen hat und sie trifft. Generell gefällt mir das Variable. Und Beckenbauer ist ein dankbarer Charakter, weil er sich zu fast allem äußert.

Erstmals bekannt wurden Sie als Supa Richie, der Ende der 90er mit nicht ganz fehlerfreiem Deutsch auf Trash-Pop die Welt rettete. Bekommt man diesen Helden auch mal wieder zu Gesicht?
Ja, Richie ist auf Tour dabei. Die alten Songs nehme ich gerade neu auf. Richie ist als Typ nicht gealtert. Ich wohne gegenüber einer Schule. Die Checker von heute sehen noch genau so aus wie die vor 20 Jahren. Aber es wird auch neue Richie-Nummern geben. Viele Leute erinnern sich noch gerne an ihn. Für sie verkörpert Richie die 'gute, alte Zeit'.

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