Tierschutzbeauftragte fordert

Hundehalter sollen strenger überprüft werden!

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Die Zahl der Hundeattacken steigt jährlich. Jetzt fordert die Politik Konsequenzen.

Baden-Württembergs Tierschutzbeauftragte Julia Stubenbord hat die grün-schwarze Landesregierung aufgefordert, Hundehalter strenger zu überprüfen. 

Einen Nachweis darüber, dass jemand in der Lage sei, einen Hund ordnungsgemäß zu halten, gebe es bislang in Baden-Württemberg leider nicht, sagte sie der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen": "Ich fordere, dass künftig jeder, der sich einen Hund anschaffen will, zunächst einen Sachkundenachweis vorlegen muss."

Sind Kampfhunde gefährlicher als "normale" Hunde?

Hintergrund ist den Zeitungen zufolge eine Zunahme von Hundeattacken. 2016 seien beim Innenministerium 1292 Attacken gemeldet worden - darunter auch 30 Straftaten, an denen Kampfhunde beteiligt waren. Dies gehe aus einer Landtagsanfrage der SPD an das Innenministerium hervor. Noch 2011 gab es demnach 1204 Hundeattacken, 2007 seien es 1003 gewesen.

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Auch Reinhold Gall, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, sieht Grün-Schwarz in der Pflicht. "Die Regierung hat überhaupt keinen Überblick darüber, wie die Situation bei Hunden und Hundebesitzern vor Ort aussieht", wird Gall zitiert. Dass es im Land jeden Tag zwischen drei und vier Hundeattacken gebe, sei inakzeptabel.

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