Ein Herz für (Straßen)-Tiere

Voller Einsatz: Diese Frauen retten rumänische Straßenhunde

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Mit vollem Herz bei der Sache: Die Freundinnen Madlen (links) und Nancy.
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Von Heilbronn aus, helfen diese Frauen damit es armen, rumänischen Fellnasen besser geht - Jetzt ist eine von ihnen sogar nach Timisoara gezogen.

Sie hat Feierabend, legt die Füße hoch, zappt durch das TV-Programm und "zack" - da fesselt sie eine Reportage über Straßenhunde in Rumänien, deren Bilder sie nicht mehr loslassen sollten. "Über das Internet sah ich dann, dass der Verein Animal Hope & Liberty Helfer für Rumänien suchte", sagt die Heilbronnerin Madlen Wurm. Sofort schnappt sie sich ihre Freundin Nancy und fährt mit ihr auf den Hof in Timisoara. Wurm:  "Ich musste feststellen, dass Straßenhunde in Rumänien durch die Hölle gehen, wenn sich keiner für sie einsetzt." Tierfänger seien von der Regierung beauftragt, die Straßentiere aufzugabeln und sie innerhalb von zwei Wochen zu töten, sagt Wurm weiter.

Mit vollem Herz bei der Sache: Die Freundinnen Madlen (links) und Nancy.

Von da an beginnt für Nancy ein komplett neues Leben: Während sich Madlen wieder von Heilbronn aus ehrenamtlich für den Hof einsetzt und in ihrem Urlaub zu den Hunden fährt, entschließt sich Nancy im vergangenen Dezember dazu, auf den Schutzhof zu ziehen. "Ich habe meinen gut bezahlten Job aufgegeben, weil ich gemerkt habe, dass ich hier mit Herz bei der Sache bin und richtig aufgehe, wenn ich diesen Tieren ein besseres Leben geben kann."

Für Welpen wird immer gekocht.

Im Februar diesen Jahres dann der große Schock: Der von den Heilbronnerinnen mühevoll hochgezogene Hof brennt gnadenlos ab! Nancy verlor zum zweiten Mal alles: "Ich hoffe, dass es unsere marode Stromleitung war und keiner dieser kranken Hundehasser." Durch Spendengelder gelang es ihnen, Container zu kaufen, die jetzt zur Futterlagerung und als Behandlungszimmer für die Tieren dienen. "Der neue Aufbau wäre viel zu teuer gewesen, das war einfach nicht drin", erklärt Wurm. Nancy selbst lebt in einem der Container. Voller Einsatz - einzig und allein für die Hunde und Katzen auf dem rumänischen Schutzhof, der verwahrlosten und gequälten Tieren Sicherheit schenkt.

Der abgebrannte Schutzhof.

Eines steht für die zwei Freundinnen fest: Auch wenn es an ausreichend Spendengeldern fehlt, aufgeben werden die beiden Heilbronnerinnen niemals, denn das komplette Herzblut fließt in die armen Tiere Rumäniens.

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