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Heilbronner Wollhaus versteigert - Oedheimer Immobilienunternehmen bekommt Zuschlag

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Von: Dominik Jahn, Juliane Reyle

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Das Heilbronner Wollhaus am südlichen Ende der Fußgängerzone, aus der Froschperspektive aufgenommen.
Das Heilbronner Wollhaus ist schon seit Jahren Diskussionsthema in der Verwaltung und in der Bevölkerung. Nun kommt Bewegung ins Thema. © Veigel, Andreas

Das Heilbronner Wollhaus wurde am Dienstag versteigert. Neufeld Immobilien kauft alte Kaufhof-Ladenfläche für fünf Millionen Euro. Gibt es bereits Pläne für das graue Betongebäude?

Update vom 20. September, 16.30 Uhr: Die ehemalige Kaufhof-Fläche im Wollhaus in Heilbronn hat mit Neufeld Immobilien einen neuen Eigentümer. Die Immobilienvermittlung aus Oedheim (Kreis Heilbronn) hat am Dienstag bei der Zwangsversteigerung vor dem Amtsgericht Heilbronn den Zuschlag bekommen.

Wie der SWR schreibt, hat das Unternehmen die Fläche im Wollhaus für fünf Millionen Euro ersteigert. Es war dem Bericht zufolge ein Verkehrswert von 9,7 Millionen Euro festgelegt. Mit der ehemaligen Kaufhof-Fläche kommt für Neufeld Immobilien neben der Ladenpassage ein weiterer Bereich in dem ehemaligen Einkaufszentrum hinzu. Es gab zudem keine weiteren Bieter für das Angebot.

Stadtinitiative Heilbronn spricht über Pläne für Wollhaus

Wie zufrieden man bei Neufeld Immobilien über die ersteigerte Kaufhof-Fläche ist und welche Pläne für die beiden Räumlichkeiten in der Schublade liegen, wollte man auf Nachfrage von echo24.de nicht kommentieren. Dem SWR-Bericht nach bleibt die Zukunft des Wollhauses weiter unklar.

Thomas Aurich von der Stadtinitiative Heilbronn erwartet eine „spannende Zeit in der eine vernünftige Mischung gefunden werden muss“. Am Mikrofon beim SWR erklärt er zur Wollhaus-Zukunft: „Der Handel wird sich eher unten abspielen, Hotels sind, denke ich durch. Es wird sicher seine Zeit dauern, also ich selbst gehe davon aus, dass wir im besten Fall in fünf bis sechs Jahren ein Ergebnis sehen werden.“

Wer schlägt zu? Heilbronner Wollhaus wird heute versteigert

Am Dienstag gegen 12 Uhr beginnt nun wirklich die Versteigerung der ehemaligen Kaufhof-Fläche, dem bekannten Heilbronner Wollhaus-Gebiet. Hintergrund für die Versteigerung soll, wie echo24.de bereits berichtet hat, ein Streit zwischen Gläubigern und Eigentümern sein. Gerüchten zufolge soll es sogar bereits einen Investor sowie Pläne für das Betongebäude und die Fläche in der Stadtmitte von Heilbronn geben. Doch was wird die Zukunft bringen?

Am 20. September soll das Wollhaus wirklich versteigert werden Termin bereits einmal abgesagt

Vor rund einem Jahr war eine Zwangsversteigerung für einen großen Teil der Wollhaus-Fläche angesetzt worden, doch der Termin wurde damals ohne der Angabe von Gründen abgesagt und somit kommt es nun erst am Dienstag, den 20. September, zur Auktion im Heilbronner Amtsgericht. In der Stadt wird gemunkelt, dass es bereits Pläne und mögliche Investoren für das oft als „Betonklotz“ bezeichnete Gebäude in der Innenstadt gibt. Knapp fünf Jahre ist nun bereits unklar, wie das Gebäude in der Zukunft genutzt werden soll.

Bisher gehört das Wollhaus-Gebäude einem Immobilienfonds aus den arabischen Emiraten

Bisher soll das Gebäude einem Immobilienfonds mit Sitz in den arabischen Emiraten gehören. Doch wie geht es mit der Wollhaus-Fläche weiter? Und wird das Gebäude abgerissen werden oder vielleicht doch saniert? Genaue Pläne, was mit dem Wollhaus geschehen soll, sind bisher nicht bekannt.

Die Ladenzeile des Wollhausgebiets soll bereits einen neuen Besitzer gefunden haben, doch am Dienstag geht es nur um die Versteigerung der ehemaligen Kaufhof-Flächen im Wollhaus, die rund 62 Prozent des großen Gebäudes ausmachen.

Möglicher Investor als Grund für die Verschiebung der Auktion?

Ein möglicher Investor könnt der Grund für die Verschiebung der Auktion sein. Es heißt, es gäbe bereits einen Investoren, der im vergangenen Jahr einen Deal mit den Gläubigern ausgehandelt hat. Der angesetzte Versteigerungstermin wurde damals auf Wunsch der Gläubiger abgesagt – denn diese hatten beantragt, das Verfahren vorläufig einzustellen. Dem Antrag musste das Gericht nachkommen, teilte das Amtsgericht stimme.de mit. Doch einen Grund, warum das Verfahren vorerst eingestellt wurde, war aber nicht genannt worden.

Trotz möglichem Investor: Zwangsversteigerung ist notwendig

Das Amtsgericht teilte mit, dass es auch im Falle eines möglichen Deals zu einer Zwangsversteigerung kommen muss, denn sonst blieben die Schuldner außen vor. Bei der Versteigerung stehen sich Gläubiger und Schuldner gegenüber. Vonseiten des Amtsgericht Heilbronn heißt es wohl, dass der Termin am heutigen Dienstag auf jeden Fall stattfinden wird – dann wäre endgültig Schluss mit dem Hin und Her.

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