Tafel-Streit in Essen

Das sagt der Heilbronner Tafel-Chef zur Ausländer-Debatte

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Rund um die Essener Tafel gibt es reichlich Diskussionen.
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In Essen dürfen nur noch Menschen mit deutschem Pass in die Tafel. Das sorgt für mächtig Diskussionen.

Riesen-Wirbel bei der Tafel in Essen! Diese hatte aufgrund des Andrangs einen Aufnahmestopp für Ausländer beschlossen - und deswegen massiv Kritik erhalten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zu der Entscheidung. Von Unbekannten wurde zudem der Bus der Tafel mit "Fuck Nazis" beschmiert. Trotz alledem will die Essener Tafel an dem Beschluss festhalten!

Das Thema polarisiert. Auch in Heilbronn. echo24.de fragt bei Karl Friedrich Bretz nach, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Heilbronn und damit verantwortlich für die hiesigen Tafeln: Was halten Sie von der Entscheidung in Essen? "Nichts! Wobei ich anmerken muss, dass wir die Zustände in Essen nicht persönlich kennen."

Tafel-Chef Bretz: "Wir kennen die Problematik!"

Bretz ist verwundert über den Zeitpunkt des Essener Tafel-Beschlusses, "denn die Flüchtlingswelle ist eigentlich abgeebbt". ABER: "Wir kennen die Problematik, wenn Männer mit starken Ellbogen ältere Frauen abdrängen." Doch das hatte sofortige Konsequenzen. Bretz: "Wir haben selbst starke Männer als Ehrenamtliche eingestellt und bei Fehlverhalten Tafel-Ausweise eingezogen oder Hausverbote ausgesprochen."

Aber auch organisatorische Maßnahmen wurden getroffen - zum Beispiel die Öffnungszeiten verlängert. Bretz: "Und dann hat uns in Heilbronn Lidl auch noch ein zweites Warenlaufband spendiert."

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