Künstlerin schon als Kind

Heilbronner Tätowiererin bei "taff" vorgestellt

+
Dilara Günes erzählt bei "taff" ihre bewegende Geschichte.
  • schließen

Nach einer schweren Zeit erfüllt sich Dilara Günes gerade ihren Traum mit einem eigenen Studio.

Vor zwei Jahren als Kellnerin hat sie 16 Stunden am Tag gearbeitet. Irgendwann war die Belastung zu hoch, Dilara Günes landete in der Klinik. Damals stand sie kurz vorm Burn-out. Jetzt hat die Heilbronnerin ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ein eigenes Tattoo-Studio eröffnet. Eine berührende Geschichte, die sogar die Prosieben-Sendung "taff" unbedingt einmal erzählen wollte.

"Mein ganzes Erspartes steckt in dem Projekt", erklärt die 24-jährige Deutsch-Türkin bei "taff". Das Projekt ist ihre Selbstständigkeit. Seit einigen Wochen führt Günes das Studio "Miss Hypnotic Tattoo, Design & Art" in der Heilbronner Gerberstraße.

Damit lebt sie nun ihren Traum. Schon als kleines Mädchen hat die 24-Jährige gezeichnet und gemalt was das Zeug hält. Doch Papier reichte ihr irgendwann einfach nicht mehr aus. "Als Künstlerin ärgere ich mich, wenn man mein Werk wegwerfen kann." Die logische Konsequenz: Günes begann sich auf der Haut anderer zu verewigen.

Die Top-Themen in Heilbronn und der Region 

Für ihren allerersten Versuch stellte sich ihre Mutter zur Verfügung. Diese unterstützte sie schon in der schweren Zeit vor zwei Jahren und ist auch jetzt an der Seite ihrer Tochter. Ein Totenkopf ziert als Beweis ihren Unterarm. Günes: "Das Tattoo ist noch nicht so gut gewesen." Doch die Mama ergänzt stolz: "Ich liebe es."

Trotzdem: Der eigene Laden bedeutet auch jetzt wieder viel Stress. Um sich halten zu können, muss die Heilbronnerin im Schnitt zwei Tattoos pro Tag stechen. Bislang klappt das. Doch ihre Mutter macht sich Sorgen, dass es wieder zu viel werden könnte: "Ich habe gedacht, ich verliere meine Tochter. Ich will nicht, dass es wieder so kommt."

Angst davor hat Günes nicht. Denn im Gegensatz zum Kellnern damals ist die neue Herausforderung eine willkommene. Denn die 24-Jährige liebt die gestochenen Bilder. Mit 13 hatte sie ihr erstes eigenes Tattoo. Irgendwann hat sie sich das Handwerk selbst beigebracht. Und Künstlerin, das scheint die Heilbronnerin tatsächlich zu sein. Ihre Bilder sind wirklich gelungen. "Ich arbeite sehr genau. Es muss am Ende perfekt sein."

Mehr zum Thema:

Kindergarten-Aktion: Kleine Maler ganz groß

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare