Vor dem Bundesverwaltungsgericht

Heilbronner Richter will mehr Gehalt - er klagt seit sieben Jahren für heftige Summe

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Der Heilbronner Richter Alexander Lobmüller fordert mehr Gehalt. Jetzt liegt der Fall beim Bundesverwaltungsgericht.
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Der Heilbronner Richter Alexander Lobmüller kämpft seit sieben Jahren für mehr Gehalt. Jetzt liegt der Fall beim Bundesverwaltungsgericht.

Bereits seit sieben Jahren kämpft ein 46-Jähriger vor Gericht für mehr Geld. Vor zwei Instanzen haben er und zwei ebenfalls klagende Kollegen bereits verloren - jetzt liegt der Fall beim Bundesverwaltungsgericht. Das Besondere: Alexander Lobmüller arbeitet selbst bei Gericht, ist Amtsrichter in Heilbronn!

Heilbronner Richter Alexander Lobmüller kämpft vor Gericht für mehr Gehalt

Der Grund für den jahrelangen Rechtsstreit: Lobmüller sieht nicht ein, warum junge Richter weniger verdienen sollten als ältere. Denn alle Richter müssten gleich viele Fälle bearbeiten - und das tun sie laut Gesetzgeber auch gleich gut, erklärt er gegenüber BILD

Dabei gehe es dem Heilbronner Richter nicht nur um sich selbst oder andere Richter, sondern um alle Beamten. "In der niedrigsten Besoldungsstufe verdient ein Landesbeamter mit Familie ohne die Schönrechnerei des Gesetzgebers 2.350 Euro", sagt Lobmüller im Gespräch mit BILD. Und das ist zu wenig in den Augen des 46-Jährigen.

Bundesverwaltungsgericht: Höheres Gehalt für junge Richter gefordert

Für sich selbst fordert Alexander Lobmülller rückwirkend etwa 100.000 Euro mehr Gehalt - und eine Einordnung in die höchste Besoldungsstufe (6.728 Euro brutto). Vor dem Verwaltungsgerichtshof ist der Heilbronner Amtsrichter damit zwar zuletzt gescheitert. 

Aber: Falls die Bundesrichter in Leipzig das anders sehen sollten, würden 2.000 Richter im Land davon profitieren. Und Baden-Württemberg müsste tiefer in die Tasche greifen: Rund 15 Millionen Euro mehr müssten gezahlt werden, falls junge Richter älteren gleichgestellt werden sollten.

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