Marihuana und Koks

Empfindlicher Schlag gegen Heilbronner Drogenszene

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Die Dealer sollen insgesamt 40 Kilogramm Marihuana und fast ein Kilogramm Kokain verkauft haben.

Der Heilbronner Bevölkerung waren sie schon lange ein Dorn im Auge. Immer wieder wurden Beschwerden laut, dass rund um die Kilianskirche und den Marktplatz Rauschgift-Dealer am Werk seien. Für zumindest vier von ihnen - allesamt syrische Flüchtlinge - hat das illegale Geschäft jetzt ein jähes Ende gefunden. Sie sitzen seit Ende vergangener Woche in Untersuchungshaft.

Insgesamt 40 Kilogramm Marihuana soll das Trio beschafft haben.

Auf die Schliche kam ihnen die Heilbronner Kripo nach einem Tipp im Sommer 2017. Im Rahmen der verdeckten Ermittlungen gerieten zunächst ein aus Albanien stammender 29-jähriger Italiener, ein weiterer Italiener und ein Deutsch-Libanese ins Fadenkreuz der Ermittler. Sie sollen Marihuana im zweistelligen Kilogramm-Bereich aus Süd-Ost-Europa bezogen und Gelder ins Ausland transferiert haben. Das Trio wurde bei einer Rauschgiftübernahme bereits im Dezember verhaftet.

Die Ermittlungen brachten heraus, dass die Bande insbesondere in der Heilbronner Innenstadt einen großen Abnehmerkreis für die Drogen hatte. Nach weitergehenden Ermittlungen wurden dann insgesamt 32 Durchsuchungsbeschlüsse ausgestellt bei Personen, die aufgrund der Menge des abgenommenen Rauschgiftes im Verdacht standen, selbst damit gedealt zu haben. Insgesamt wurden infolge der Durchsuchungen 17 Haftbefehle erlassen, unter anderem gegen die vier Syrer.

Gegen den Deutsch-Libanesen, der bereits im Dezember verhaftet wurde, wird zudem wegen der gewerbsmäßigen schweren Zwangsprostitution zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen, schwerem Menschenhandel und ausbeuterischer Zuhälterei ermittelt, weil er die Prostitution einer 16-Jährigen gefördert haben soll.

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