Einwohner auf Insel Ibo in Not

Nach Sturm in Mosambik: Heilbronner  Hotelbetreiber hilft vor Ort - so geht es den Einwohnern jetzt

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Die Bewohner der Insel Ibo sind angewiesen auf Spenden und Hilfsorganisationen.
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Der Heilbronner Jörg Salzer lebt in Mosambik - und kämpft sich zusammen mit Bevölkerung der Insel Ibo durch die Verwüstung. Von den Spenden können die Einwohner nun Lebensmittel kaufen.

+++ Update 28. Mai +++

Nach den tropischen Wirbelstürmen "Idai" und "Kenneth" auf der Insel Ibo in Mosambik hat sich die Lage ein wenig beruhigt. Die Einwohner aber kämpfen sich weiterhin durch die verwüstete Insel. 

Die Spendenaktion von Jörg Salzers Schwester Nicole Bauer war erfolgreich. Salzer: "Es konnten mehr als 30 Tausend Euro gesammelt werden."

Davon konnte Salzer bisher 2,5 Tonnen Reis für die Einwohner besorgen. Außerdem noch Bohnen, Mais, Zucker, Küchenöl und Tomatenpaste. "Einen Teil des Geldes habe ich für den Bau der Häuser aufgehoben. Ich habe auch schon 15 Tonnen Zement aus Tansania bestellt. Dann benötigen wir noch Blechdächer und ein paar weitere Baustoffe." 

Mithilfe der Spenden konnte Salzer Lebensmittel für die Einwohner besorgen.

"Es klappt nun auch besser mit den Hilforganisationen." Seit drei Tagen gibt es teilweise wieder Strom auf Ibo. "Von rund 800 zerstörten Häuser konnte man circa 100 mit Planen bedeckten. In einem Haus wohnt jetzt halt nicht mehr nur eine Familie sondern drei bis vier. Manche wohnen auch in Zelten."

Die Lebensmittel bringt Salzer mit Booten aus Pemba.

Die Reservierungen für sein Hotel "Miti Miwiri Boutiqe" musste er für Mai, Juni, Juli und August streichen. "Andere Hotelbesitzer haben komplett zu gemacht. Ich kann mein Hotel nicht einfach schließen. Für mich hängt zu viel dran. Ich habe hier eine Familie. Mein Sohn ist hier geboren. Meine Frau kommt von hier und ist auch gerade wieder schwanger."

Die Regenfälle auf der Insel sind nun vorüber. Die Brunnen wurden von Experten desinfiziert. Es gibt wieder trinkbares Wasser. Glücklicherweise gab es bisher auch keine Fälle von Cholera auf Ibu. 

Reis und weitere Lebensmittel werden auf die Einwohner aufgeteilt.

Nicole Bauer sammelt weiterhin Spenden für Lebensmittel und Baustoffe für die Bewohner der Insel Ibo:

Spendenkonto:

Empfänger: Nicole Bauer 

IBAN: DE04 6405 0000 0009 2843 84

Verwendungszweck: Hilfe für Mosambik nach Zyklon Kenneth, Insel Ibo Island

+++ Ursprungsmeldung vom 6. Mai +++ 

Nach dem verheerenden Zyklon "Idai" auf Mosambik folgte in kürzester Zeit der nächste tropische Wirbelsturm "Kenneth" Ende April. Tausende Menschen stehen nun vor dem Nichts - 90 Prozent der Häuser auf der Insel Ibo sind zerstört. 

Die Stromversorgung war zwischendurch unterbrochen, es mangelt an Nahrung und frischem Wasser. Eine Woche waren die Menschen von der Außenwelt abgeschottet.  Unter ihnen der Heilbronner Jörg Salzer, der auf der Insel Ibo das Miti Miwiri Boutique Hotel betreibt.

Starke Verwüstung auf der Insel Ibo in Mosambik: Hotelbetreiber aus Heilbronn gibt 250 Menschen Unterschlupf

Die Einwohner der Insel wussten, dass "Kenneth" kommen würde. Also suchten sie sich einen sicheren Unterschlupf. Salzer gab seinen Angestellten und deren Familien die Möglichkeit sich in dem Hotel zu schützen. 

"Der Sturm war laut, die Menschen hatten Druck auf den Ohren", erzählt Ingrid Mang, die Mutter von Jörg Salzer, die mit ihrem Sohn wenige Tage nach dem Sturm über ein Satellitentelefon Kontakt hatte. 

Jörg Salzer in seinem Hotel "Miti Miwiri Boutique"

Sturm "Kenneth" wütet auf der Insel Ibo in Mosambik: Schutt, Steine und Ruinen

Es wurde ruhig und dann kam der Schock: Ein riesiges Schlachtfeld aus umgefallenen Bäumen, Schutt, Steinen und Ruinen, überall wo man nur hinsieht. Die Fischer verloren bei dem Sturm ihre Boote. Weder ein Schiff noch ein Hubschrauber konnte auf die Insel geschickt werden, denn nach dem heftigen Zyklon regnete es mehrere Tage ununterbrochen.  

Stürme "Idai" und "Kenneth" zerstörten die Häuser auf der Insel Ibo zu 90 Prozent.

Eine Woche später kam eine Hilfsorganisation mit Zelten und Lebensmitteln.  In der Zwischenzeit versorgte Salzer 250 Menschen mit Vorräten aus seinem Hotel "Miti Miwiri Boutiqe". Er selbst verlor sein Haus ebenfalls bei dem Sturm. 

Mosambik: Stürme "Idai" und "Kenneth" forderten hunderte Menschenleben

Salzers Schwester Nicole Bauer rief daraufhin eine Spendenaktion für die Menschen auf der Insel Ibo ins Leben. Auch sein Geschäftspartner startete in Frankreich einen Spendenaufruf. Mang: "In den nächsten Tagen wird Jörg nach Pemba fahren und Lebensmittel einkaufen. In Pemba gab es starke Überschwemmungen, das Wasser fließt jetzt aber langsam ab." 

Auf der Insel Ibo herrscht Not. Es mangelt an Lebensmitteln und frischem Wasser.

Die Stürme "Idai" und "Kenneth" forderten hunderte Menschenleben. Bis die Einwohner ihre Häuser wieder aufgebaut und das Chaos beseitigt haben, werden wohl mehrere Monate oder sogar Jahre vergehen. 

Hilfe für Mosambik: Nach Zyklon "Kenneth" Insel Ibo zerstört

Nicole Bauer richtete ein Spendenkonto für die Insel Ibo ein. Für die weitere Versorgung der Einwohner mit Lebensmitteln und Wasser werden weiterhin Spenden benötigt. 

Spendenkonto:

Empfänger: Nicole Bauer 

IBAN: DE04 6405 0000 0009 2843 84

Verwendungszweck: Hilfe für Mosambik nach Zyklon Kenneth, Insel Ibo Island


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