Gespräche mit den Sozialarbeitern

Heilbronner Flüchtlinge machen sich Sorgen 

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"Wissen die Deutschen, dass wir das nicht sind?" 

Es gibt den ganzen Tag nur ein furchtbares Thema. Der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt bewegt auch die Flüchtlinge in Heilbronn. Einige befürchten jetzt in eine Schublade gesteckt zu werden. 

Die Heilbronner Flüchtlingsbeauftragte Mona Klenk hat sich mit einigen Sozialarbeitern aus den Flüchtlingsunterkünften unterhalten. Sie erzählt, dass das Thema dort durchaus von den Flüchtlingen angesprochen wird. Es gebe große Anteilnahme. "Es ist auf jeden Fall ein großes Bedürfnis da, darüber zu reden." 

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Und nicht erst jetzt, da es einen Anschlag in Deutschland gegeben hat, machen sich die Flüchtlinge große Sorgen. Klenk: "Sie fragen bei solchen Ereignissen immer, was das für sie bedeuten kann. Auch wenn sie geografisch ganz weit weg vom Geschehen sind, wissen sie genau, dass dadurch ein Schubladendenken entstehen oder verstärkt werden kann." 

Außerdem berichtet Klenk, dass die in Heilbronn lebenden Flüchtlinge rätseln, ob differenziert wird, zwischen den verschiedenen Herkunftsländern. Und selbst wenn einer aus dem gleichen Land komme wie ein Attentäter, so sei das natürlich kein Grund, ihn verantwortlich zu machen. 

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