Extremer Schädlingsbefall in einem Mehrfamilienhaus

Als Hausbewohner in Heilbronn DAS überall entdecken, schweben sie bereits in Gefahr

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Sogar in einem Werkzeugkoffer haben sich die Pharaoameisen in dem Heilbronner Mehrfamilienhaus eingenistet.
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In einem Heilbronner Mehrfamilienhaus findet der Schädlingsbekämpfer Johann Ekov einen extrem Befall von Pharaoameisen vor.

○ Pharaoameisen befallen ein Mehrfamilienhaus in Heilbronn
○ Die Schädlinge knabbern gerne an Wundrändern
○ Schädlingsbekämpfer spricht von "extremem Vorkommen"

Sie sind winzig. Deswegen bemerken die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Heilbronn die Gefahr auch nicht sofort. Erst, als sich die Krankheitsüberträger im ganzen Gebäude ausbreiten und in Scharen in den Wohnungen auftauchen, handeln die Mieter. Einer von ihnen erzählt: "Ich dachte erst, es seien normale, kleine Ameisen und habe handelsübliche Fallen aufgestellt." Doch das nützt bei dieser Gattung GAR NICHTS! Im Gegenteil: Die Insekten vermehren sich weiter und nisten sich überall ein - in Werkzeugkoffern, in Handyverpackungen und sogar in ungeöffneten Schokoladenschachteln. Der Mieter erzählt: "Zuletzt konnte ich keine Nahrungsmittel mehr offen liegen lassen."

Schädlingsbekämpfer Johann Ekov, Inhaber von Effective Concept in Heilbronn, weiß sofort, mit wem er es in diesem Fall zu tun hat. Eine Vor-Ort-Begutachtung bestätigt den Verdacht: Pharaoameisen. Die Allesfresser bevorzugen Gebäude mit gleichbleibend hoher Temperatur und können Populationen bilden, die aus über 300.000 Einzeltieren bestehen. Ekov, der in den elf Jahren seines Berufsleben noch nie so einen Befall eines Wohnhauses erlebt hat, erklärt: "Normalerweise begegnen wir Pharaoameisen in Großküchen oder Krankenhäusern." In letzteren besonders häufig, da die Schädlinge "gerne unter Wundverbände kriechen, um an Blut und Eiter heranzukommen".

In dieser zuvor ungeöffneten Schokoladen-Verpackung haben es sich Pharaoameisen gemütlich gemacht.

Pharaoameisen knabbern an Wundrändern und übertragen Krankheiten

Wenn Pharaoameisen dann an Wundrändern knabbern, können sie über ihren Speichel verschiedenste Infektionskrankheiten übertragen. Aber das ist längst nicht alles, wie Schädlingsbekämpfer Ekov weiß: "Pharaoameisen werden von der Wärme elektrischer Geräte angelockt - in ihnen können sie Schäden bis zum Elektrobrand auslösen." Und die Ekel-Krabbler sind nicht dumm, weswegen das Versprühen von Insektiziden kaum Wirkung zeigt. Mit mangelnder Hygiene hat das Vorkommen von Pharaoameisen hingegen ebenso wenig zu tun wie das von Bettwanzen oder Kakerlaken.

Mehrfamilienhaus in Heilbronn ist von unzähligen Pharaoameisen-Kolonien befallen

Johann Ekov nimmt sich das Mehrfamilienhaus in Heilbronn in mehreren Sitzungen vor. Dabei verwendet er ein Fraßgel, dessen Gift zeitverzögert auf die Pharaoameisen wirkt: "So können die Arbeiterinnen die Beute noch ins Nest tragen, wo sie dann auch von der Königin und ihrer Brut verspeist wird." Das bedeutet letztlich das Ende einer Kolonie. Mit wie vielen Kolonien es Ekov in besagtem Haus zu tun hatte, kann er nicht sagen - nur soviel: "Bei diesem Befall müssen es unzählige gewesen sein."

Der Heilbronner Schädlingsbekämpfer Johann Ekov trägt das Fraßgel für die Pharaoameisen auf.

Der Kampf gegen Schädlinge wie Pharaoameisen ist ein nie endender - so hat fast jedes Heilbronner Restaurant seine lieben Probleme mit gewissem Getier. Aber auch als Privatperson ist man niemals davor gefeit, wie eine Familie aus der Region Heilbronn erfahren musste, nachdem sie eine Solaranlage auf ihr Hausdach gebaut hatte...

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