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Wichtige Ressource knapp: Landkreis Heilbronn schränkt Wasserentnahmen ein

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Von: Juliane Reyle

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Wie Straßen auf einer Landkarte verzweigen sich Trampelpfade von Tieren durch das Schilf in einem Feuchtgebiet am Rande eines Waldes.
Es wird immer trockener und es fällt zu wenig Regen – die Wasserentnahmen im Landkreis Heilbronn sind eingeschränkt. (Symbolbild Trockenheit) © picture alliance/dpa | Patrick Pleul

Hitze und Trockenheit plagen auch die Region Heilbronn und eine der wichtigsten Ressourcen wird knapp – das Wasser.

Die Hitzewelle hat neben Badewetter auch ihre Schattenseiten: Die langanhaltende Trockenheit sorgt dafür, dass das Landratsamt Heilbronn die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern ab dem heutigen Mittwoch, 27. Juli 2022, per Allgemeinverfügung einschränken muss.

Die Entnahme von Wasser aus hiesigen Seen, Bächen und Flüssen für Bewässerungszwecke ist somit bis mindestens 30. September 2022 untersagt. Das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen, wie beispielsweise Gießkannen oder Eimern, bleibt aktuell noch erlaubt. Ein Maßnahmen-Paket soll jedoch die Wasserversorgung in Heilbronn sichern.

Heilbronn: Auch Landwirte von Einschränkung bei der Wasserentnahme betroffen

Auch Landwirte sind von der Einschränkung betroffen, denn die „mit wasserrechtlicher Erlaubnis des Landratsamt Heilbronn zugelassenen Wasserentnahmen aus den oberirdischen Gewässern“, die „zum Zweck der Produktion bestimmter Lebensmittel in der Landwirtschaft“ genehmigt werden, werden auf 50 Prozent der bisher genehmigten, täglichen Entnahmemenge reduziert und zudem „auf die Zeit von 18:00 bis 8:00 Uhr des Folgetages beschränkt“, wie das Ladratsamt Heilbronn in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Gefahren durch Trockenheit - Verlängerung der Einschränkung für Bewässerungszwecke möglich

Eine Verlängerung des Zeitraumes, bei der die Wasserentnahme für Bewässerungszwecke eingeschränkt ist, ist laut der „Allgemeinverfügung des Landratsamtes Heilbronn zur Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern im Landkreis Heilbronn vom 26. Juli 2022“, bei Anhalten der Trockenheit durchaus möglich. Derzeit ist aufgrund der Trockenheit auch die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg „sehr hoch“ und es gibt Ratschläge, was bei Feuer getan werden sollte.

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