Goldafterraupe auch im Raum Heilbronn aktiv

Vorsicht bei dieser heimischen Gift-Raupe! Abstand halten und nicht anfassen

Goldafterraupen in ihrem Gespinst, das hauptsächlich in Zweigen von Rosengewächsen wie Obstbäumen zu finden ist.
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Mit den Gift-Härchen der Goldafterraupe ist DEFINITIV nicht zu spaßen.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Die Goldafterraupe tritt gerade vermehrt im Raum Heilbronn auf und kann für Allergiker schwerwiegende Folgen haben.

Er ist ein schöner Nachtfalter. Mit seinen weißen Flügeln, die eine Spannweite von bis zu 35 Millimetern erreichen. Doch mit den Raupen des auch im Raum Heilbronn vorkommenden Goldafters ist weniger zu spaßen. Denn sie sind nicht nur Fraßschädlinge, sondern besitzen wie die Raupen des Eichenprozessionsspinners giftige Brennhaare. Und wenn sich in der Krone dieser Härchen eine Öffnung auftut und Gift austritt, kann es sehr, sehr schmerzhaft für den Menschen werden.

Goldafterraupen lauern momentan in Gehölzen wie Obst- oder Alleebäumen und Hecken. Das Gemeine: Ihre Gespinste sind in den Triebspitzen von Zweigen zu finden. Und von denen kann die Raupe des auch vermehrt im Raum Heilbronn auftretenden Schmetterlings herunterfallen - auf Menschen, die derzeit auch eine nähere Begegnung mit diesem Käfer meiden sollten. Und zwar ohne, dass die etwas merken. Mit Brennhaar-Folgen, die in den meisten Fällen folgende tagelange Reaktionen hervorrufen:

  • Rötungen der Haut
  • juckende Schwellungen
  • Quaddel-Bildung

Heilbronn: Warnung vor Kontakt mit Raupe - heftige Reaktionen bei Menschen

Richtig brenzlig kann der Kontakt mit den Härchen der Goldafterraupe allerdings für Allergiker werden. Symptome bei Kontakt sind in schlimmsten Fällen Fieber und Schüttelfrost. Da ihre Gift-Härchen jedoch auch zum Beispiel beim Rasenmähen aufgewirbelt werden können, zählt Atemnot ebenfalls dazu. Experten raten Menschen, die reizenden Kontakt mit den giftigen Raupen des Schmetterlings hatten, auf jeden Fall zum Arztbesuch. Der sollte allerdings auch bei dem giftigen Biss dieser im Raum Heilbronn lebenden Spinne erfolgen.

Unsere Handflächen sind leicht lederartig, man sollte aber den Kontakt mit dem Handrücken und dem Gesicht schon vermeiden.

Martin Feucht, NABU-Experte für Schmetterlinge und selbst einst Züchter von Goldafterraupen

Die gute Nachricht für alle Besitzer von Obstbäumen: Ihre Bäume regenerieren sich nach dem Kahlfraß durch die Goldafterraupe wieder - im Gegensatz zu Bäumen, die ein Monster-Forstschädling befällt. Martin Feucht hat früher selbst Goldafterraupen gezüchtet und kann Horror-Meldungen über die Goldafterraupe nur wenig abgewinnen. Gegenüber echo24.de erklärt der NABU-Experte für Schmetterlinge: „Unsere Handflächen sind leicht lederartig, man sollte aber den Kontakt mit dem Handrücken und dem Gesicht schon vermeiden.“

ArtGoldafter
OrdnungSchmetterlinge
VorkommenEuropa
LebensraumSolitärbäume, Hecken, Alleen, Streuobstwiesen, sonnige Waldränder

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