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Nach Totschlag mit Tequila-Flasche: Urteil vom Heilbronner Landgericht

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Von: Michaela Ebert

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Prozessauftakt im Mordfall
Am Landgericht Heilbronn kommt es am Mittwoch zu einem Urteil, nachdem eine Frau mit einer Tequila-Flasche erschlagen wurde. © Jan-Philipp Strobel/dpa

Ein heftiger Beziehungsstreit eskaliert, daraufhin erschlägt ein Mann mit einer Tequila-Flasche seine Lebensgefährtin. Das Landgericht Heilbronn verkündet nun das Urteil.

Update, 21. Dezember, 19:30 Uhr: Er soll eine Frau mit einer Tequila-Flasche erschlagen haben. In Heilbronn muss sich ein 30-Jähriger wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten – am Mittwoch (21. Dezember) wird er schuldig gesprochen. Über elf Jahre Haft warten nun auf den Mann, der seiner Freundin das Leben nahm. Doch noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Wie echo24.de bereits berichtete, sei der Tat ein heftiger Beziehungsstreit vorausgegangen. Der mutmaßliche Täter habe zuerst die Tür vor den Kopf seines siebenjährigen Sohnes geschlagen. Als die Mutter des Kindes ihn darauf zur Rede stellte, griff er zur Tequila-Flasche und versetzte ihr damit einen Schlag auf den Kopf.

Getötete starb an Schädelfraktur: Tatgegenstand kann Tequila-Flasche sein

Laut Obduktionsbericht starb die Frau an einer Schädelfraktur. Wie der „Südwestrundfunk“ (SWR) berichtet, seien zwar nie Spuren an der Tequila-Flasche gefunden wurden, jedoch spreche – laut Gericht – viel dafür, dass sie der Tatgegenstand sei, der die Frau tödlich verletzte. Noch in derselben Nacht habe sie einer Freundin von dem Vorfall erzählt. Zudem könne laut Gutachtern die Flasche diese und weitere Verletzungen herbeiführen.

Tatverdächtiger streitet Tat ab: Gericht sieht weitere Erklärungsversuche als nicht plausibel

Der Mann hatte die Tat zunächst abgestritten. Jedoch schilderte er weitere Tatabläufe, die sich nach Angaben des Gerichts als nicht plausibel darstellten, wie aus der Meldung des SWR hervorgeht. Zudem habe er laut Anklage zumindest den Tod seiner Lebensgefährtin billigend in Kauf genommen.

Landgericht Heilbronn
Ein Schild weist auf das Landgericht Heilbronn hin. © Marijan Murat/dpa

Auch ein 25-Jähriger stand am Mittwoch (21. Dezember) vor dem Heilbronner Landgericht. Er gestand, eine 66-jährige Seniorin für etwas Schmuck und ein Handy umgebracht zu haben.

Totschlag-Prozess in Heilbronn: Frau stirbt nach Angriff mit Tequila-Flasche

Update, 20. September, 12:52 Uhr: Ein 30-Jähriger soll im November 2021 eine Zimmertür gegen den Kopf seines sieben Jahre alten Sohns geschlagen und dessen Mutter dann getötet haben. Am Dienstag, 20. September (9.00 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Mann vor dem Landgericht Heilbronn wegen Totschlags. Von der Frau mit seinem Verhalten konfrontiert, soll der Angeklagte ihr mit einer Tequila-Glasflasche auf den Kopf geschlagen haben. Die Frau starb später an ihren Verletzungen. Der Junge trug Prellungen davon.

Die Verteidiger wiesen den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der Mann habe die Frau mit einer Flasche getötet, am Dienstag vor dem Landgericht zurück. Der Angeklagte selbst machte zunächst keine Angaben.  Der Angeklagte, der türkischer Staatsbürger ist, soll zur Tatzeit betrunken gewesen sein. 

In einer Erklärung, die seine Anwälte vorlasen, ließ der Angeklagte mitteilen, dass er das Opfer an der Schulter gefasst habe und die Frau daraufhin nach hinten umgefallen sei. Dabei habe sie sich tödlich verletzt. 

Neben dieser Tat klagte die Staatsanwaltschaft den Angeklagten außerdem wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung an. Im November 2015 soll er den Vater seiner Lebensgefährtin nach einem Streit so sehr geschlagen haben, dass dieser stürzte. Als der Mann am Boden lag, sollen der Angeklagte und seine beiden Brüder ihn bespuckt und getreten haben. Zu diesen Vorwürfen will sich die Verteidigung am zweiten Prozesstag (6. Oktober) äußern.

Mann tötet Partnerin mit Tequila-Flasche – Prozess am Heilbronner Landgericht geht weiter

Erstmeldung, 20. September, 9:27 Uhr: Die Hauptverhandlung gegen den mutmaßlichen Täter hatte bereits am 2. Mai begonnen. Sie konnte jedoch wegen Krankheit des Verteidigers nicht fortgesetzt werden. Wird der Angeklagte wegen Totschlags verurteilt, droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe. Für den Prozess sind 13 weitere Verhandlungstage geplant. Das Urteil wird demnach vermutlich Mitte Dezember gefällt.

Der Angeklagte soll neben der Tat, für die er angeklagt ist, im November 2015 den Vater seiner Lebensgefährtin so sehr geschlagen haben, dass er umfiel. Als der Mann am Boden lag, sollen der Angeklagte und seine beiden Brüder ihn bespuckt und getreten haben. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb noch eine zweite Anklage erhoben, die zusammen mit dem anderen Verfahren verhandelt werden soll.

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