Schon rund 1.800 Unterstützer

Kann Online-Petition den Heilbronner Skatepark retten?

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Der Skatepark in der Heilbronner Theresienstraße ist mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen.
  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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Skaterszene fühlt sich von der Stadt Heilbronn im Stich gelassen.

  • Skatepark in der Theresienstraße in Heilbronn ist in die Jahre gekommen.
  • Summe zur Restauration soll vor allem in Bolzplatz investiert werden.
  • Skaterszene setzt sich mit Online-Petition für umfassende Modernisierung ein.

    Heilbronn: Online-Petition soll Skatepark an der Theresienwiese retten

Herausgebrochene Geländer, unebener Boden. Nein, ein reines Vergnügen ist das Nutzen des Skateparks nahe des Frankenstadions in Heilbronn ganz und gar nicht. Und mit Unfallgefahr verbunden noch dazu. Klar, dass die Skaterszene in Heilbronn an einer Sanierung des Skateparks nahe der Theresienwiese interessiert ist. Und die Freizeitsportler gehen nun in die Offensive.

Der 23-jährige Tim Härtel hat eine Online-Petition ins Leben gerufen, damit der Skatepark in der Theresienstraße in Heilbronn endlich wieder zeitgemäß wird. Härtel schreibt: "Wir wollen den versprochenen Skatepark für Heilbronn." Hintergrund: Die bereits geplanten 200.000 Euro für einen neuen Skatepark nahe der Theresienwiese in Heilbronn sollen nun zum großen Teil für einen Bolzplatz auf dem ehemaligen Geländer der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn verwendet werden. Damit bleiben nur noch 50.000 Euro für die Restauration des Skateparks in der Theresienwiese in Heilbronn übrig.

Heilbronn: Hält Stadt Bolzplatz für wichtiger als Skatepark?

Für Härtel, der Soziale Arbeit studiert, ist diese Maßnahme viel zu gering. In seinem Post schreibt er: "Diese Restauration ist ein Tropfen auf den heißen Stein und ändert nichts daran, dass die Heilbronner Skaterszene in den umliegenden Städten in innovativere Skateparks pilgert." Der Skatepark an der Theresienwiese in Heilbronn sei ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Zudem sei die Skaterszene in Heilbronn weitaus größer als die Stadtverwaltung von Heilbronn behauptet, die von lediglich 30 aktiven Skatern ausgeht.

Die Skaterszene von Heilbronn zeigt sich von der Stadt enttäuscht. Schließlich habe es bereits vor zehn Jahren Pläne gegeben, im Rahmen der BUGA einen neuen Skatepark zu bauen. Härtels klare Aussage: "Mitunter sollte der Titel einer Universitätsstadt auch bedeuten, es jungen Menschen zu ermöglichen, alternative Sportarten auszuüben, welche nicht auf dem Terrain eines Fußballfeldes stattfinden."

Skatepark Heilbronn: Wirkung von Online-Petition unklar

Bisher haben rund 1.800 Menschen die Online-Petition zur Restaurierung des Skateparks in der Theresienstraße in Heilbronn unterschrieben. Das Ziel sind zunächst 2.500 Unterzeichner. Und wie die Kommentare der Unterstützer zeigen, fühlen auch diese sich von der Stadt Heilbronn zum Narren gehalten: Einer gibt als Grund für die Unterstützung der Online-Petition zugunsten des Skateparks an: Weil "ich mich von der Stadt Heilbronn als minderwertig angesehen [fühle], nur weil ich lieber Skateboard fahre, anstatt Fußball zu spielen".

Welchen Effekt die Online-Petition haben wird, ist allerdings unklar. Obwohl eine Petition für den Erhalt der Rockfabrik in Ludwigsburg kürzlich viel Unterstützung erfuhr, musste die Rofa ihren angestammten Standort verlassen.

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