1. echo24
  2. Heilbronn

Heilbronn: Schockanruf von falschem Polizisten – Frau um hohen Geldbetrag betrogen

Erstellt:

Von: Julia Cuprakowa

Kommentare

Eine 60-jährige Frau aus Weinsberg im Landkreis Heilbronn wurde Opfer von Telefonbetrug. Eine falsche Polizistin bedrängte die Dame und erbeutete hohen Bargeldbetrag und Goldschmuck.

Erneut kam es in Baden-Württemberg – dieses Mal in Heilbronn – zu einem sogenannten Schockanruf bei einer 60-jährigen Seniorin. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Heilbronn bekannt gaben, täuschten Unbekannte eine Notlage der Tochter der Dame vor und brachten die Frau dazu, einen hohen Bargeldbetrag und Goldschmuck zu übergeben.

Erst kürzlich wurde eine Seniorin aus Mannheim Opfer von Telefonbetrug. Ein falscher Polizist schüchterte die alte Dame ein und erbeutete Gegenstände im Wert von 200.000 Euro, wie echo24.de in einem separaten Artikel bereits berichtete. Doch was ist genau in Heilbronn passiert?

Heilbronn: Schockanruf von falschem Polizisten – Frau um hohen Geldbetrag und Goldschmuck betrogen

Wie aus der Meldung der Polizei hervorgeht, klingelte am 4. August gegen 16 Uhr das Telefon der Frau an deren Anschrift in Weinsberg im Landkreis Heilbronn. Es meldete sich eine weinende Frau, die sich als Tochter der Angerufenen ausgab und behauptete, einen Unfall verursacht zu haben.

Daraufhin wurde das Gespräch von einer Frau übernommen, die vorgab, Bundespolizistin zu sein. Sie erklärte der 60-Jährigen, dass bei dem Unfall eine Person ums Leben gekommen sei und sie zur Freilassung ihrer Tochter als Kaution einen Geldbetrag im mittleren fünfstelligen Bereich hinterlegen müsse.

Heilbronn: Opfer von Telefonbetrug übergab Unbekannten Bargeld und Goldschmuck – Polizei sucht Zeugen

Die Angerufene begab sich auf Anweisung der falschen Polizeibeamtin nach Stuttgart und übergab dort einen Bargeldbetrag von 5.400 Euro und Goldschmuck im Wert von etwa 45.000 Euro an einen vermeintlichen Verantwortlichen des Stuttgarter Amtsgerichts.

Um sich vor der Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ zu schützen, raten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn:

- Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, so werden Sie Betrüger los.

- Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach -schnellen Entscheidungen, -Kontaktaufnahme mit Fremden sowie -der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.

- Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

- Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.

- Kontaktieren Sie ihre Familie oder Personen unter den Ihnen bekannten Rufnummern.

Die Kriminalpolizei Heilbronn hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die die Übergabe der Wertgegenstände gegen 18.30 Uhr bei der Kirche St. Georg in der Heilbronner Straße in Stuttgart beobachten konnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131/104 4444, zu melden.

Auch interessant

Kommentare