„A Test of Shadows" ist seit Freitag erhältlich

Neues Album da: Heilbronner Rocker „Reternity“ stellen alles in den Schatten

Der Heilbronner Metal-Fünfer Reternity (von links): Oskar Schmidt (Gitarre), Carsten Sauter (Gitarre), Didi Schenk (Bass), Stefan Zörner (Gesang) und Suat Gören (Schlagzeug).
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Der Heilbronner Metal-Fünfer Reternity (von links): Oskar Schmidt (Gitarre), Carsten Sauter (Gitarre), Didi Schenk (Bass), Stefan Zörner (Gesang) und Suat Gören (Schlagzeug).
  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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Das ging ja flott: Nach nur gut einem Jahr sind die Heilbronner Metaller „Reternity“ um Frontmann Stefan Zörner mit neuer Musik am Start.

Es ist schon fast gespenstisch: Carsten Sauter nimmt in seinem Heimstudio in Untergruppenbach im Landkreis Heilbronn Gitarrenspuren auf und sendet sie Stefan Zörner zu. Und kaum zwei Stunden später erhält der Gitarrist die Antwort-Mail: Die Musik samt Gesang, die in Sachen Melodie meist auf den Punkt die Vorstellungen trifft, die Sauter beim Komponieren der Musik durch den Kopf geschwirrt sind. „Zwischen uns beiden läuft eine Symbiose ab“, erklärt Zörner. Die Musik von Sauter öffnet bei dem 48-jährigen Heilbronner die Schleusen für eine Ideenflut.

Und die mündete im zweiten Album „A Test of Shadows“ von Reternity, nicht einmal eineinhalb Jahre nach dem Debüt „Facing the Demon“. Und auf dieser Platte stellen Reternity aus Heilbronn- ganz nach dem Titel - alles in den Schatten. Während die Scheibe vom Mai 2019 noch mächtig groovend drauflos stampfte, ist die am vergangenen Freitag erschienene zweite CD die logische Weiterentwicklung – musikalisch wie textlich. Zörner: „’Facing the Demon’ war eine Einkehr ins Innere. Eine Auseinandersetzung mit den eigenen Dämonen. ’A Test of Shadows’ vertieft diese Gedanken und zieht Schlüsse daraus.“

Heilbronner Metaller Reternity: Eingängige Musik mit Tiefgang

Während „A Test of Shadows“ dank der eingängigen Melodien der Musik, Zörners klarem Gesang und modernen, abwechslungsreichen Songstrukturen schon beim oberflächlichen Zuhören Spaß macht, offenbart sich bei näherer Auseinandersetzung viel Nachdenklichkeit bei der Musik der Band aus Heilbronn. In „A Grave called Home“ geht es um die Grundfragen der Existenz und das Rätsel des Seins, während „(We were) the Gods“, zu dem noch ein Video erscheinen wird, die harte Landung nach einem emotionalen Höhenflug thematisiert.

Zörner aus Heilbronn: „In meinen Texten geht es viel um das Ende von Beziehungen, aber auch darum, mit diesen Entwicklungen versöhnt umzugehen.“ Der Ex-Frontmann der Heilbronner Bands SpiteFuel und Lanfear erklärt: „Noch nie war ich in meinen Texten und meinem Gesang so sehr bei mir selbst wie bei diesem Album.“ Bester Beweis: Die das Reternity-Album abschließende Gänsehaut-Klavier-Ballade „Stranded“ hat Zörner in einem Rutsch eingesungen. Und zugegeben: Mit einer so ruhigen Nummer hätte man nach vorhergegangenen Groovemonstern auf dem Reternity-Album wie „You’ll see the Sun“ und dem nach vorne preschenden „Falling Shadows“ kaum gerechnet.

Reternity aus Heilbronn: Musik fürs dritte Album schon in Arbeit

Der Heilbronner Stefan Zörner, der im vergangenen Jahr zudem den spannenden Mystery-Roman „Incendium“ veröffentlicht hat, berichtet: „Mit so einem Albumabschluss stehen uns fürs nächste Album musikalisch alle Türen offen.“ Und die dritte CD ist schon in Arbeit. Carsten Sauter hat bereits die ersten Riffs fertig. Und bald wird sich wieder alles fügen – zu einem Hörgenuss mit Tiefgang. Wie von Geisterhand.

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