Robert-Mayer-Gymnasium erhält zweite Chance

Zweiter Anlauf in Heilbronn: Klappt der Kontakt mit Alexander Gerst diesmal?

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Alexander Gerst spricht mit den Schülern des Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasiums.
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Bange Minuten im Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasium wegen der Funkverbindung zu ISS-Kommandant Alexander Gerst.  

Krrrk, chrzzzz. So klang der erste Funkkontakt zu ISS-Kommandant Alexander Gerst am 10. Oktober. Zu großen Enttäuschung des Publikums in der vollbesetzten Keplerhalle des Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasiums (RMG). Gründe für die Knarz-Verbindung: Astro-Alex' leistungsschwaches Notfunkgerät und das Wetter - dank einer sogenannten Inversionswetterlage. Also Pech gehabt? Von wegen, wie Knut Neugebauer, stellvertretender Schulleiter erklärt: "Die NASA hat uns eine Entschuldigungsmail geschrieben und einen neuen Termin angeboten." An diesem Mittwoch. Und diesmal klappt's.

Auf ein "Spacecamp" mit zahlreichen Aktionen verzichtet das RMG allerdings. In einem Klassenzimmer im dritten Stock ist die gesamte Technik aufgebaut. Dort stellen die Schüler Alexander Gerst  vor laufender Kamera ihre Fragen. Das Ganze wird dann wiederum in die Keplerhalle übertragen. Und die ist erneut bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt.

Bange Sekunden: Scheitert der Kontakt mit Alexander Gerst erneut?

Die Technikcrew hat alles für den Kontakt mit Alexander Gerst vorbereitet.

Dann der Moment, auf den alle warten. Schüler Christian Weidemann ruft die ISS: "Delta-Papa-Null-India-Sierra-Sierra-Von-Delta-November-Eins-Romeo-Mai-Golf. Over." Rauschen. Nix. Nächster Versuch. Nix. Nächster... Auf der Stirn von Projektkoordinator und Lehrer Steffen Utech bilden sich Angstschweißperlen. Scheitert der Funkkontakt erneut? Nein! Auf einmal ist Gersts Stimme zu hören - zunächst hallend und unverständlich, dann glasklar.

Alexander Gerst: Umweltsünden auf der Erde sind vom All aus zu sehen

RMG-Zehntklässlerin Sara Roth stellt ihre Frage an Alexander Gerst.

Gerst beantwortet ausreichend alle vorbereiteten Fragen der Gymnasiasten. So erfahren die Anwesenden, dass es fünf Stunden dauert, um mit der ISS auf eine drohende Kollision zu reagieren. Oder dass eine Kompassnadel im All "in unterschiedliche Richtungen zeigt" und "Umweltsünden wie die Rodung des Regenwalds vom All deutlich zu sehen sind". Wie es den Fragestellern dabei erging, verdeutlicht Zehntklässlerin Sara Roth: "Ich war sehr aufgeregt, aber als mir Alexander Gerst geantwortet hat, habe ich mich gefühlt wie ein Kind an Weihnachten."

Alexander Gerst ist in einem Fall auch ein Geburtstagsgeschenk

Schüler Christian Weidemann: Kontakt mit Alexander Gerst zum 17. Geburtstag.

Für Christian Weidemann ist es "etwas ganz Besonderes" gewesen. Denn er feiert seinen 17. Geburtstag und freut sich über so ein "cooles Geschenk". Aber ebenso darüber, dass er die ISS anfunken durfte und dafür keine Mittagsschule hatte... Und wie geht es Steffen Utech nach dem gelungenen Kontakt? "Unbeschreiblich gut - mir ist ein zentnerschwerer Stein vom Herzen gefallen!"

Bildergalerie vom "Spacecamp" des Robert-Mayer-Gymnasiums

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