Mehr als dreistündige Kontrollfahrt

Erschreckend oft Rettungswege zugeparkt: Stadt Heilbronn greift jetzt durch

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Zugeparkte Rettungswege – das Foto zeigt eine Situation in der Werderstraße – können das Durchkommen von Rettungskräften im Ernstfall verzögern oder gar unmöglich machen.
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Immer wieder melden Anwohner zugeparkte Rettungswege in Heilbronn. Daraus zieht die Stadt jetzt Konsequenzen und handelt.

Rettungswege zuparken oder keine Rettungsgasse bilden - ein absolutes No-Go, denn im Notfall kann das über Leben und Tod entscheiden. Und trotzdem: Es passiert immer wieder. So offensichtlich auch in Heilbronn. 

Nachdem die Stadtverwaltung wiederholt Beschwerden über zugeparkte Rettungswege erreicht haben, zog sie Konsequenzen - und startete eine gemeinsame Kontrollfahrt mit Feuerwehr, Amt für Straßenwesen und Ordnungsamt, um zu testen, ob große Rettungsfahrzeuge im Notfall auch wirklich durchkommen können.

Rettungswege zugeparkt: Stadt Heilbronn führt Kontrolle mit Feuerwehr durch

Insgesamt mehr als drei Stunden sind die "Retter" in Heilbronn unterwegs. Die Bilanz: gemischt. Insgesamt wurden 43 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt und zwei Fahrzeuge abgeschleppt. Im August-Schreiber-Weg, einer schmalen Seitenstraße zur Besigheimer Straße, blockierten zwei Fahrzeuge komplett den Gehweg. Ein Durchkommen des großen Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr war so unmöglich.

Die Heilbronner Ordnungsbürgermeisterin Agnes Christner appelliert deshalb an die Verkehrsteilnehmer, die bestehenden Haltverbote unbedingt zu beachten - auch zur eigenen Sicherheit. Und damit das auch wirklich geschieht, wird es auch in Zukunft Kontrollaktionen geben.

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