Eine Million Euro Schaden 

Keyless-Go Autodiebe in Heilbronn endlich vor Gericht!

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Die Diebe haben es vor allem auf Luxusautos mit Keyless-Go-System abgesehen. 
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Die litauischen Autodiebe machten sich die Sicherheitslücken im Keyless-Go-System zu nutzen. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Euro. 

Jetzt können einige Besitzer von Luxuskarossen aufatmen! Denn: Eine "Keyless-Go-Autoknackerbande" steht in Heilbronn vor Gericht. 15 Autodiebstähle der ganz raffinierten Art werden angeklagt. 

Wieecho24.de bereits berichtete, gab es in Heilbronn und der Region mehrere Autodiebstähle. Die Autoknacker hatten es zwischen November 2017 und September 2018 vor allem auf Nobelautos der Marken Mercedes-Benz und BMW abgesehen. Das teuerste Auto war ein Maybach im Wert von 175.000 Euro. 

Autodiebstahl vor Gericht: Sicherheitslücken im Keyless-Go-System 

Wie gingen die Täter vor? Die Herangehensweise der Diebe ist fast schon beeindruckend professionell: Wie die Polizei berichtet, nutzten die Autoknacker eine Sicherheitslücke im Keyless-Go System

Sie schlugen zu, als die Autos vor der Tür der Besitzer standen. Wie war das möglich? Laut Heilbronner Stimme, sollen die Diebe das Funksignal des Autoschlüssels mit einem Spezialgerät verlängert haben. Danach war es kein Problem das Auto aufzuschließen und zu starten, ohne dass die Alarmanlage anschlug. Anschließend bauten sie die GPS-Systeme der Luxuskarren aus, sodass niemand mehr wusste, wo die Pkw sich befanden. 

Der Transport der Nobelkarossen war dann ein Leichtes: Die Wagen wurden auf Lkw verladen und nach Litauen oder in die Niederlande gebracht und verkauft.

Während die eine Bande vor Gericht steht: Wieder Autos mit Keyless-Go-System in Bad Rappenau gestohlen!

Autodiebe stehlen Pkw mit Keyless-Go: Gute Verbindungen in Deutschland

Wer waren die Täter überhaupt? Die Heilbronner Stimmeberichtet, dass es sich um eine gutorganisierte Bande handelt. Die Anführer saßen in Litauen und gaben  von dort ihre Befehle. 

Die Banden-Mitglieder in Deutschland hatten offenbar gute Beziehungen. Denn: Neben den Autoknackern sind noch zwei Frauen angeklagt. Sie haben den Dieben ihre Wohnungen als Unterschlupf zur Verfügung gestellt. 

Außerdem hat die Bande ihre Kontakte genutzt, um in Deutschland ein Konto zu eröffnen und unauffällige Autos mit deutschen Kennzeichen anzumelden. Zum Fuhrpark der Diebe gehörte ein VW T4,  der auch als Schlafplatz genutzt wurde. Die Täter sollen sogar einen Tiefgaragenstellplatz in Stuttgart zur Verfügung gehabt haben. 

Wie kann man sich vor solchen Autodieben schützen? Hier findet ihr Tipps zum Schutz euren teuren Gefährtes

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