Kein Ernstfall

Nach Bombendrohung auch an Heilbronner Rathaus: Verdächtiger ermittelt

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Per Mail ging eine Bombendrohung im Heilbronner Rathaus ein.
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Die Informationen kamen per Mail. So wie bundesweit auch bei anderen Stadtverwaltungen.

+++Update, 05.04.+++

Nach einer deutschlandweiten Serie von Mails mit Bombendrohungen und rechtsextremistischen Inhalten - unter anderem an das Heilbronner Rathaus - hat die Polizei einen Verdächtigen aus Schleswig-Holstein ermittelt. Der Mann stehe unter dem Verdacht, Verfasser zahlreicher Mails unter anderem mit Drohungen an Gerichte und andere Einrichtungen zu sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Kriminalpolizisten aus Berlin und Schleswig-Holstein durchsuchten am Donnerstagnachmittag die Wohnung des Verdächtigen in Schleswig-Holstein und stellten Beweismittel sicher, wie mitgeteilt wurde. Nach Informationen von NDR und Hamburger Abendblatt soll die Wohnung im kleinen Ort Halstenbek wenige Kilometer nordwestlich von Hamburg liegen. Die Polizei nahm demnach unter anderem Computer und Handys mit. Das bestätigten die Ermittler in Berlin und Kiel nicht.

Bombendrohung an Heilbronner Rathaus: "Anfangsverdacht" gegen Verdächtigen

Der Mann wurde nicht festgenommen. Es gehe um einen "Anfangsverdacht" in einem sehr großen Ermittlungskomplex mit mehr als 200 Mails, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Weder das Alter noch die Staatsangehörigkeit des Verdächtigen wurden mitgeteilt. Es gehe um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, hieß es weiter.

Nach Informationen des NDR soll der Mann Anfang 30 sein und die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Er soll der Polizei oder dem Verfassungsschutz bereits einschlägig bekannt sein. Laut dem ARD-Hauptstadtstudio soll es eine Kette von Indizien sein, die die Polizei zu ihm führte. Der Verdächtige soll psychisch labil sein.

Die Mails, die seit April 2018 verschickt wurden, drohten mehrfach mit Bomben an Einrichtungen. Vielerorts war darauf mit Evakuierungen reagiert worden. In Heilbronn wurden auf solche Maßnahmen Ende April verzichtet.

dpa

+++Ursprungsmeldung, 26.03.+++

Per Mail hat das Heilbronner Rathaus am Dienstagmorgen eine Bombendrohung erhalten. Es handele sich aber nicht um einen Ernstfall berichtete zuerst der SWR.

Wie die Polizei nun bestätigt, gehen die Beamten von einer Falschmeldung aus. Zuvor hatte es in den letzten Wochen und auch aktuell am Dienstagmorgen auch bei anderen Rathäusern und Stadtverwaltungen Bomendrohungen gegeben.

Bombendrohung in Heilbronn: Polizei sieht keine Gefahr

Da weder ein genauer Ablageort in der E-Mail genannt worden war, noch das Schreiben als eine ernsthafte Bedrohung eingestuft worden war, verzichtete die Polizei Heilbronn auf eine Räumung des Rathauses.

Die Mitarbeiter wurden allerdings über den Inhalt der E-Mail informiert und Ermittlungen aufgenommen.

Bombendrohung in Kaiserslautern: Rathaus evakuiert

Beispielsweise in Kaiserslautern wurde derweil das Rathaus evakuiert. Hier suchten Sprengstoffspürhunde nach einer möglichen Bombe. Auch fünf weitere Städte hatten auf die Drohungen am Dienstagmorgen mit einer Evakuierung reagiert.

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