Polizei Heilbronn veröffentlicht Statistik

Kriminalstatistik 2019: Heilbronn "sicherste Großstadt in BaWü" - aber auch Negatives

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Das Polizeipräsidium Heilbronn hat die Kriminalstatistik für 2019 veröffentlicht. Klar ist: Einige Punkte sind positiv, aber es gab auch negative Entwicklungen.

  • Polizeipräsidium Heilbronn veröffentlicht Polizeiliche Kriminalstatistik 2019.
  • Heilbronn bleibt die sicherste Großstadt in Baden-Württemberg.
  • Gewalt gegen Rettungskräfte nimmt zu.

Die Stadt Heilbronn ist im Vergleich aller Stadtkreise Baden-Württembergs die sicherste Großstadt - und das bereits zum dritten Mal in Folge! Das belegt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 des Polizeipräsidiums Heilbronn. Und das ist längst nicht die einzige positive Nachricht: Das gesamte Polizeipräsidium Heilbronn landete im Ranking in Baden-Württemberg auf Rang zwei der sichersten Regionen - 2018 war es noch Platz drei gewesen.

Dabei hat das Polizeipräsidium Heilbronn mit 4.400 Quadratkilometern den flächenmäßig größten Zuständigkeitsbereich in Baden-Württemberg. Die Dienststelle betreut die Großstadt Heilbronn, den Landkreis Heilbronn, den Neckar-Odenwald-Kreis, den Main-Tauber-Kreis und den Hohenlohekreis - insgesamt über 855.000 Menschen leben dort.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2019: Heilbronn ist sicherste Großstadt in Baden-Württemberg

"Die Bürgerinnen und Bürger im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn leben in einer sicheren Region", sagt Polizeipräsident Hans Becker. Und das lässt sich auch mit Zahlen belegen. Denn: Die Aufklärungsquote erreicht ein "Fünf-Jahres-Hoch", steigt um 1,2 Prozent auf insgesamt 62,4 Prozent.  

Becker: "Die Ergebnisse zeigen uns, dass meine Kolleginnen und Kollegen sehr gute Arbeit leisten. Die Veränderungen im Kriminalitätsgeschehen zeigen uns aber auch, wo wir unsere personellen Ressourcen zielgerichtet einsetzen müssen." Klar ist: Die Kriminalitätsbereiche verändern sich laufend. Doch was hat sich im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn positiv verändert, was negativ?

Kriminalstatistik 2019: Positive Entwicklung bei Straftaten im öffentlichen Raum

Das Positive vorweg: Die Straftaten im öffentlichen Raum sind insgesamt gesunken. Auch bei diesen Straftaten gab es nach Angaben der Polizeilichen Kriminalstatistik eine positive Entwicklung:

  • Diebstahlsdelikte
    Aufklärungsquote liegt über dem Landeswert, Anzahl ging um 152 Fälle auf 9.123 Straftaten zurück. Steigenden Zahlen im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind auf die Teildeliktsbereiche "Diebstahl aus Kfz" und "Diebstahl aus Automaten" zurückzuführen.
  • Aggressionsdelikte
    Zahl geht um 6,2 % auf 1449 Fälle zurück, nachdem zuletzt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Zunahmen zu verzeichnen waren. 
Die Stadt Heilbronn ist laut Statistik 2019 sicherste Großstadt in Baden-Württemberg.

Zahlen der Heilbronner Polizei: Auch negative Entwicklung bei Straftaten

Leider gibt es jedoch auch in der Statistik von 2019 Straftaten, bei denen eine negative Entwicklung festgestellt werden muss: 

  • Wohnungseinbruchskriminalität
    Die Zahl ist im Vergleich mit 2018 um sieben Taten auf 346 gestiegen. 161 Fälle endeten im Versuchsstadium und 21,7 % der Einbrüche konnten aufgeklärt werden - Aufklärungsquote über dem Landesdurchschnitt von 20,5 %.
  • Straßenkriminalität
    Leichter Zuwachs, der vor allem aus einer Steigerung der Diebstahlzahlen resultiert.
  • Gewalt gegen Rettungskräfte
    Zahl der Fälle von fünf auf 15 gestiegen.

Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte in Region Heilbronn: Auch Negativ-Beispiele

Eine Jugendgruppe aus Mosbach machte den Polizisten 2019 zu schaffen. Denn: Die Jugendlich waren "für eine Vielzahl der 38 dort registrierten Fälle verantwortlich". Ebenso negativ fällt die Gewalt gegen Polizeibeamte auf. Die Fälle gingen zwar um zehn Fälle leicht zurück - aber: der Wert deutlich über dem Schnitt der letzten 5 Jahre. 

Becker: "Es ist besonders verwerflich, dass ausgerechnet diejenigen die helfen sollen, selbst Opfer von Gewalttätigkeiten werden. Wichtig ist, dass derartige Delikte konsequent verfolgt und durch die Justizbehörden entsprechend geahndet werden." Das gilt natürlich nicht nur bei Gewalttaten gegen Polizisten, sondern ebenso gegen Rettungskräfte.

Enkeltrick und falsche Polizisten in 2019: Viel Arbeit für Heilbronner Polizeipräsidium 

Im Fokus des Polizeipräsidiums Heilbronn standen 2019 besonders Anrufstraftaten: "Enkeltrick" und "angeblicher Polizeibeamter". Opfer dieser Betrüger sind meistens ältere Menschen. Während die Betrugsfälle im Zusammenhang mit falschen Polizisten zwar zurückgegangen sind, sind die Enkeltrick-Fälle weiter gestiegen. 

Erschreckend: Die Täter erbeuteten fast 300.000 Euro! Das Präsidium reagierte und steckte viel Energie und Arbeit in ein Präventionskonzept. Mit Erfolg: Rund 98% der Taten blieben im Versuchsstadium. Die Polizei stellt jedoch auch klar: Die Dunkelziffer dürfte hoch sein.

Information: Hier kann die polizeiliche Kriminalstatistik für 2019 vollständig nachgelesen werden.

Rubriklistenbild: © Pixabay

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