Im Fall des vermissten Mädchens in Tauberbischofsheim ist auch die Wasserschutzpolizei Heilbronn im Einsatz

Polizeitaucher: So belastend sind ihre Einsätze

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Auch in Tauberbischhofsheim sind Polizeitaucher aus Heilbronn im Einsatz.
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Polizeitaucher müssen lernen, mit der psychischen Belastung umzugehen.

Der aktuelle Fall des vermissten 13-jährigen Mädchens in Tauberbischofsheim bewegt derzeit nicht nur die Region. Am Mittwoch beobachtete ein Passant, wie ein Kind von der Brücke bei der Kläranlage in die Tauber stürzte.

Heilbronn: Wasserschutzpolizei mit Tauchern im Einsatz

Bei der großangelegten Suchaktion sind neben Einsatzkräften am Ufer, einem Polizeihubschrauber und Hundeführern auch Beamte der Wasserschutzpolizei Heilbronn dabei. Die Arbeit als Polizeitaucher verlangt den Beamten viel ab. Michael Link ist einer der Taucher der Wasserschutzpolizei Heilbronn.

Seit 2002 ist er im Polizeidienst. 2011 ging er zur Wasserschutzpolizei, und seit 2015 wird er als Taucher eingesetzt. Link: "Ich hatte privat schon einen Tauchschein und habe mich dafür interessiert. Die Arbeit ist eine echte Herausforderung. Auch der Zusammenhalt zwischen den Kollegen ist besonders. Wir sind in den Einsätzen immer aufeinander angewiesen."

Polizei: Suche nach Kindern für Taucher besonders belastend

Gerade bei einem Fall wie in Tauberbischofsheim ist eine gute Kameradschaft wichtig. Die Ungewissheit bei einer Suche ist immer aufs Neue belastend. Link: "Häufig suchen wir nach erwachsenen Personen, bei einem Kind ist es natürlich besonders bedrückend."

Auch an einem erfahrenen Beamten geht ein solcher Einsatz nicht spurlos vorbei: "Man nimmt immer etwas mit nach Hause. Es ist psychisch sehr belastend." Umso wichtiger, dass die Beamten über ihre Erlebnisse sprechen können. "Wir haben in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, in Gruppen mit einem Psychologen über unsere Erlebnisse zu reden." Der Austausch mit Kollegen hilft, die oft schlimmen Eindrücke zu verarbeiten.

Polizeitaucher wissen nie, wann sie eine Leiche finden

Die Taucher müssen sich vor jedem Einsatz im Klaren sein, was sie erwartet. Eines der großen Probleme: die Sicht! In den Seen und Flüssen sieht man meist die eigene Hand vor Augen nicht. Link: "Wir haben immer einen Leinenführer am Ufer dabei. An der Leine tauchen wir dann durch das jeweilige Gewässer. Wir geben Zeichen, in welche Richtung wir tauchen und ob wir etwas gefunden haben."

Sie wissen bei ihren Tauchgängen ja auch nie, ob und wann sie eine Leiche finden – sie können es meist nur ertasten. "Es ist daher immer ganz wichtig, mit dem Bewusstsein ins Wasser zu gehen, dass es jeder Zeit passieren kann."

Tauberbischofsheim: Kein Tauchgang am Donnerstag

In Tauberbischofsheim konnten sie bis Donnerstag noch nicht ins Wasser. Aufgrund des Hochwassers war die Strömung stärker als normal. "Wir waren am Donnerstag erstmals vor Ort, um uns einen genauen Überblick zu verschaffen. Bei der Strömungsgeschwindigkeit war es aber schwer, einen genauen Bereich einzugrenzen." Am Freitag starten sie den nächsten Versuch.

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