Statistik aus 2018

Heilbronn laut Polizei der "sicherste Stadtkreis in Baden-Württemberg"

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Der Stadtkreis Heilbronn ist laut Statistik 2018 im landesweiten Vergleich der sicherste gewesen.
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Die Kriminalstatistik aus 2018 zeigt, dass Heilbronn im landesweiten Vergleich sehr gut abschneidet.

"Heilbronn ist der sicherste Stadtkreis in Baden-Württemberg." So hat Polizeipräsident Hans Becker heute die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 zusammengefasst. Das gesamte Polizeipräsidium Heilbronn landete im Ranking in Baden-Württemberg auf Rang drei der sichersten Regionen.

Das Polizeipräsidium Heilbronn betreut neben der Großstadt Heilbronn den flächenmäßig größten Zuständigkeitsbereich (4.407 Quadratkilometer) in Baden-Württemberg mit mittlerweile insgesamt fast 853 000 Menschen.

Polizei Heilbronn: Licht und Schatten in Kriminalstatistik

"Die Bürgerinnen und Bürger unseres Zuständigkeitsbereichs leben wirklich in einer sicheren Region", erklärte Becker. Es gebe aber naturgemäß Licht und Schatten.

Die Zahl der Einbrüche und Tötungsdelikte beispielsweise sank. Dagegen gab es aber mehr Sexualstraftaten und Gewalt an Polizisten.

Krimalstatistik 2018: Das sind die Zahlen der Polizei Heilbronn

Für die Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik 2018 fallen mehrere Straftatbereiche ins Gewicht. Einige haben sich positiv, andere leider negativ entwickelt.

Bei diesen Straftaten gab es eine positive Entwicklung:

  • Wohnungseinbruch und - Diebstahl:

Für 2018 kann die Polizei Heilbronn hervorragende Ergebnisse vorweisen. Durch die Schwerpunktsetzung der Polizeiarbeit gingen die Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr um 40,8% im Präsidiumsbereich zurück. Der landesweite Rückgang lag bei 15,5%. Mit einer Aufklärungsquote von 23,6 % belegt das Polizeipräsidium Heilbronn so im Jahr 2018 landesweit den fünften Platz. Das Polizeipräsidium Heilbronn liegt damit über dem Landesdurchschnitt Baden-Württembergs (20,7 %). 

  • Tötungsdelikte:

    31 sogenannte vollendete Tötungsdelikte gab es 2018. 2017 waren es 36. Damit verzeichnet das Heilbronner Polizeipräsidium bei diesen Straftaten einen Rückgang von 13,9%. Die Aufklärungsquote habe laut Kriminalstatistik bei nahezu 100% gelegen.

Bei diesen Straftaten gab es eine negative Entwicklung:

  • Sexualdelikte:

    2018 gab es im Bereich des Heilbronner Präsidiums eine Zunahme der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Durch den neu eingeführten Paragraphen 184 im Strafgesetzbuch (sogenannte Grapscherfälle) dürfte es aber auch mehr Anzeigen gegeben haben, die sich auf die Statistik auswirkten.

  • Körperverletzung:

Die Körperverletzungsdelikte im öffentlichen Raum haben entgegen des landesweiten Trends im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn leicht zugenommen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank im Vorjahrsvergleich leicht, wobei die Anzahl der tatverdächtigen Asylbewerber/Flüchtlinge bemerkenswerterweise um 26,7 % zurückging.

  • Drogenkriminalität:

Innerhalb des Polizeipräsidiums Heilbronn weisen der Landkreis Heilbronn, der NeckarOdenwald-Kreis und insbesondere der Main-Tauber-Kreis weiterhin ansteigende Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität auf. Bei diesem Deliktsbereich handelt es sich um sogenannte Holkriminalität, das heißt, dass dieser Deliktsbereich der Polizei in der Regel nur im Rahmen von Polizeiaktionen gegen die Rauschgiftszene bekannt wird. Ursächlich für die Zunahme in den drei genannten Landkreisen sind daher die geführten Ermittlungsverfahren.

  • Gewalt gegen Polizeibeamte:

"Die steigende Zahl der Straftaten gegen Polizeibeamte zeigt einen sehr bedenklichen gesellschaftlichen Trend", erklärte Hans Becker. Mit einer Steigerung von 10,9 % deckte sich die Entwicklung der Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte nahezu mit dem Landestrend (+10,1 %). Allein in den Jahren 2017 und 2018 zusammen haben diese Delikte im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn um 41 Fälle zugenommen.

  • Betrugsdelikte:

"Bei den Betrugsdelikten sind vor allem im Phänomenbereich 'Falsche Polizeibeamte' die Fälle angestiegen", sagte Polizeipräsident Becker. Die Anzahl der Versuchsdelikte hat sich im letzten Jahr mehr als verdreifacht. Dabei geht die Polizei von einer großen Dunkelziffer aus, da nicht jeder Versuch des Betruges der Polizei zur Anzeige gebracht wird. Glücklicherweise sind die Fälle mit Vollendung nach wie vor gering.

Diese Maßnahmen ergreift die Polizei damit das Präsidium Heilbronn noch sicherer wird

2019 will die Heilbronner Polizei einen präventiven Schwerpunkt bei den Sexualdelikten - vor allem gegen Gewalt an Frauen - setzen. Auch im Bereich Trickbetrug wird mit der eigens hierfür eingerichteten Ermittlungsgruppe versucht, die Fälle mit Vollendungen weiterhin gering (unter 1%) zu halten.

Der Gewalt gegen Polizisten wird auch das Heilbronner Polizeipräsidium nun mit sogenannten Bodycams begegnen. Voraussichtlich ab April werden die Kameras von den Beamten auf Streife getragen.

Zuletzt sollen auch die steigenden Personalzahlen zur vermehrten Sicherheit beitragen. Dafür sorgen die zuletzt starken Einstellungsjahrgänge. "Wir freuen uns, wenn die jungen Beamtinnen und Beamten ihre Ausbildung abgeschlossen haben und vor Ort auf den Revieren eingesetzt werden können", erklärte Polizeipräsident Becker.

Information: Die polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 kann hier vollständig eingesehen werden.

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