Obdachlosenhilfe

Schutz für Obdachlose im Winter – hier gibt es Notunterkünfte in Heilbronn

Die Stadt Wien bietet obdachlosen Personen einen Schlafplatz sowie Verpflegung in der kalten Jahreszeit. Im Bild: Ein typischer Schlafraum für Obdachlose Frauen mit Stockbetten im Obdach Favorita.
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Im Winter bieten Notunterkünfte für Obdachlose Schutz.
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Die niedrigen Temperaturen in Deutschland können für obdachlose Menschen schnell lebensgefährlich werden. In Heilbronn gibt es Schutz in Notunterkünften.

In der kalten Jahreszeit kann es schnell lebensgefährlich werden, im Freien zu schlafen. Auch bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt kann es bereits zu ernsten Kälteschäden kommen. Zum Glück muss prinzipiell in Heilbronn niemand im Freien übernachten: Für Obdachlose bietet das Ordnungsamt der Stadt Heilbronn im „Unteren Industriegebiet“ ganzjährig insgesamt 40 Notplätze in Mehrbettzimmern an. „Dieses Angebot ist – nach den Erfahrungen aus den letzten kalten Wintern – ausreichend“, sagt Ordnungsamtsleiterin Dr. Kristine Pohlmann.

Die ersten kalten Nächte dieses Jahres haben gezeigt, dass die Angebote angenommen werden, wie die Stadt mitteilt. Bei Bedarf wird Hilfesuchenden sofort über das Ordnungsamt oder die Polizei mit einer Unterbringung in einer städtischen Unterkunft geholfen. Trotzdem gibt es auch Menschen – in Heilbronn rund 30 Männer und Frauen –, die dieses Angebot nicht wahrnehmen wollen.

Notunterkünfte in Heilbronn: Schutz vor Erfrierung für Obdachlose im Winter

Für diesen Personenkreis bietet die Aufbaugilde mit Unterstützung der Stadt von November bis März im Erfrierungsschutz im Gebäude des Freibads Neckarhalde eine einfache Unterbringungsmöglichkeit an. Die Mitarbeiter der Aufbaugilde weisen diese Frauen und Männer, die auch den kältesten Nächten im Freien trotzen, immer wieder auf die Übernachtungsplätze hin.

Geschäftsführer Hannes Finkbeiner appelliert zudem an die Heilbronner, besonders in den bevorstehenden Wintermonaten, auf die Unterkünfte hinzuweisen und die Augen offenzuhalten. Wer bei Minusgraden eine Person im Freien sieht, sollte Hilfe anbieten. Ob diese angenommen wird, steht Personen ohne Obdach natürlich frei. In Notfällen – etwa, wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist – sollte unmittelbar der Notruf gewählt werden. echo24.de* gibt Tipps, wie Obdachlosen geholfen werden kann.

Hier gibt es im Notfall Hilfe für Obdachlose

Fachberatungsstelle für Wohnungslose: Wilhelmstraße 26, Telefon 07131 770-350, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr.

Unterstützungszentrum mit Tagesstätte „Gildetreff“: Wilhelmstraße 26, Telefon 07131 770-370, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 13.30 Uhr. Es wird ein kostenloses Frühstück von 8 bis 9.30 Uhr sowie ein Mittagessen ab 11.30 Uhr angeboten. Im Gildetreff gibt es auch warme Kleidung. Es bestehen dort Dusch- und Waschgelegenheiten und es werden auch Kleider, Schlafsäcke und Isomatten ausgegeben.

Obdachlosenunterbringung übers Ordnungsamt: Weststraße 53, Telefon 07131 56-3361 oder 07131 56-3362. Die Obdachlosenunterkunft befindet sich in der Salzgrundstraße 40 und 40/1. Nach Dienstschluss des Ordnungsamtes ist jede Polizeidienststelle in Heilbronn für die Einweisung in die Obdachlosenunterkunft zuständig.

Eine wichtige Anlauf- und Informationsstelle ist das Unterstützungszentrum in der Wilhelmstraße 26. Neben der Möglichkeit eines Tagesaufenthaltes für wohnungslose Menschen können sich Obdachlose dort aufhalten und bei Bedarf ein preisgünstiges warmes Mittagessen an fünf Tagen der Woche erhalten. Außerdem kann dort geduscht werden, es gibt saubere Kleidung und schmutzige Wäsche kann gewaschen sowie getrocknet werden. Bei Bedarf bieten die Mitarbeiter zusätzlich sozialpädagogische Hilfe und Unterstützung an.

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