Gemeinderat beschließt Verlängerung

Bis 2050: Bauschutt des AKW Neckarwestheims landet auf Heilbronner Deponie

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Auf der Heilbronner Deponie Vogelsang gibt es noch ausreichend Platz für freigemessene Abfälle des AKW Neckarwestheim.
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Das AKW Neckarwestheim wird bald komplett vom Netz genommen und abgebaut. Der freigemessene Abfall von dort landet dann auch in Heilbronn auf der Deponie.

Wer schon einmal Umbauarbeiten in den eigenen vier Wänden hatte, weiß dass dabei unter Umständen einiges an Bauschutt anfallen kann. Dieser Bauschutt muss dann auf Mülldeponien hier in der Region gebracht werden. Auch beim Abriss des AKW Neckarwestheim fällt Bauschutt an. Doch wohin damit?

Müll aus dem AKW Neckarwestheim kommt bis 2050 nach Heilbronn

Der Heilbronner Gemeinderat hat nun erst kürzlich eine Verlängerung der Heilbronner Deponie Vogelsang beschlossen. Ganze 30 Jahre länger, also bis 2050, kann nun auch freigemessener Abfall hier deponiert werden, berichtet stimme.de. Sogenannter freigemessener Abfall ist zum Beispiel Bauschutt aus einem AKW-Abbruch, der nicht einen gewissen Messwert an Strahlung überschreitet und somit als unbedenklich gilt und keine besondere Lagerung benötigt.

Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung diese freigemessenen Abfälle aufzunehmen - und so hat die Stadt Heilbronn über Jahre mit einem Ausbau der Deponie Vogelsang bereits vorgesorgt. Von 2012 bis 2017 wurde an der Deponie in Teilabschnitten gebaut. Der gesamte Umbau kostete 6,5 Millionen Euro und durch den Umbau können 1,54 Millionen Kubikmeter Müll dort deponiert werden.

Heilbronn: Mülldeponie hat noch genug Kapazitäten für Schutt des AKW Neckarwestheim

"Ende 2018 waren noch 1,23 Millionenkubikmeter übrig", erklärt Suse Bucher-Pinell, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Heilbronn. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sollen für den Rückbau des GKN I 1.050 Tonnen Bauschutte für den Landkreis Heilbronn anfallen. Für den Abbau des GKN II wären es dann weitere 6.600 Tonnen.

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim soll bald ganz abgeschalten werden. Bei der letzten Revision des Blocks II in Neckarwestheim wurden Schäden festgestellt. Deshalb dauerte es, bis der Block wieder ans Netz gehen konnte. Die Geschichte des Protests gegen das AKW Neckarwestheim ist lang. So warfen zum Beispiel Atomkraftgegner 2018 eine sehr provokante Nachricht an die Mauern der Kühltürme.

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