Es wirkt wie ein Werbe-Gag für die BUGA

Alles nur ein Werbe-Gag? Das steckt wirklich hinter der Mohnblüten-Explosion

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Derzeit fällt vielen der überall üppig blühende Mohn ins Auge.
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Überall blüht der Klatschmohn. Sogar so üppig, dass Touristen vermuten, die Blütenexplosion am Straßenrand sei ein Werbegag für die Buga in Heilbronn.

Besucher der Buga Heilbronn scheinen die Strahlkraft der bundesweit beachteten Blumenschau gar nicht groß genug einschätzen zu können. Touristen auf dem Weg nach Heilbronn staunen in Vorfreude auf die Buga über die allgegenwärtige Mohnblüten-Pracht am Straßenrand - auch weit jenseits der Heilbronner Stadtgrenze. "Ist das extra für die Buga gesät worden?", fragt etwa eine Besucherin von der Ostalb.

Mohnblüten um Heilbronn: Werbung für die BUGA 2019?

Ganz von der Hand zu weisen wäre es ja nicht. Gartenschauen haben in der Vergangenheit immer wieder mit flächendeckenden Aktionen von sich reden gemacht. Zuletzt die farbenfrohe Landesgartenschau in Öhringen 2016, die in der ganzen Region mit bunten Stelen für Aufsehen sorgte. Diese Holzstangen symbolisierten seinerzeit das Logo der Öhringer Schau.

Sollte also auch die aktuelle Mohnblüten-Explosion am Straßenrand ein Werbe-Gag für die Buga sein? Aber nein! Schließlich haben wir ja schon den pinkfarbenen Buga-Zwerg Karl. Der hat zwar schon selbst einige Explosionen und andere Gemeinheiten erdulden müssen. Aber für die Explosion der Mohnblüten in diesem Jahr ist er nicht verantwortlich. Das ist nur dem Anschein nach eine zufällige Begleiterscheinung der Buga in Heilbronn

Mohnblüten-Explosion: Auffälliges Schauspiel rund um Heilbronn

Auch Manfred Körner, Pressesprecher des Landratsamts Heilbronn, hat das hübsche Schauspiel registriert: "Es ist uns auch aufgefallen, dass es dieses Jahr besonders viele Mohnblüten gibt." Der Landkreis habe jedoch nichts damit zu tun - auch wenn der Mohn häufig an Kreisstraßen blüht. Eine Maßnahme wie etwa das sogenannte Ackerrandstreifenprogramm der Stadt Heilbronn habe der Landkreis aktuell nicht ergriffen. 

Mit diesem Programm fördert die Stadt schon seit vielen Jahren das Entstehen von Biotopen entlang von Ackerflächen. "Vermutlich sind die Wetterbedingungen für Mohn dieses Jahr einfach besonders günstig", sagt Manfred Körner.

Verbreitung von Mohnblüten: Möglicher Lebensraum für Insekten

Die extreme Verbreitung mag ein Zufall und den günstigen Wetterbedingungen zuzuschreiben sein. Ein Grund könnten aber auch Schutzprogramme gegen Artenschwund sein. Wie die Kraichgau Stimme berichtet, muss etwa in Eppingen bei einem Bauvorhaben eine Ausgleichsfläche an anderer Stelle geschaffen werden. Grund: Der Lebensraum für Bienen und andere Insekten soll erhalten bleiben.

Von Julia Cuprakowa

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