Bessere Luft in deutschen Städten

Trendwende? Luft in Heilbronn wird besser

+
In Heilbronn wird die Luft besser.
  • schließen

Die Luftqualität in Heilbronn hat sich verbessert. Die Werte liegen aber weiter über dem Grenzwert.

  • Immer mehr Städte halten Grenzwerte ein.
  • In vier Städten Stickoxid-Grenzwerte überschritten. 
  • Luft in Heilbronn weiterhin zu stark belastet, aber die Belastung sinkt.

Update 11. Februar: Die Luftqualität in deutschen Städten wird  besser. Wie das Umweltbundesamt nun bekannt gab, zeigt sich bei den Stickoxid-Werten ein klarer Trend nach unten. Dennoch werde in Städten wie München oder Stuttgart der EU-Grenzwert weiterhin überschritten.

Der  an der Heilbronner Messstation in der Weinsberger Straße gemessene Durchschnittswert für 2019 liegt mit 47 Mikrogramm zwar noch über dem Grenzwert, ist aber im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.  Für den Heilbronner Bundestagsabgeordneten Alexander Throm ein klares Zeichen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung wirken. 

Landkreis Heilbronn profitiert von Sofortprogramm

Aber der CDU-Politiker betont auch, das noch viel zu tun ist. "Gezielte Fahrzeugnachrüstungen und sinnvolle staatliche Förderung von innovativen Verkehrssystemen sind Maßnahmen, die wirken", sagt Throm. Dazu zählt auch das Sofortprogramm "Saubere Luft", dass den Landkreis Heilbronn mit rund 94.000 Euro unterstützt. Das Geld fließt in die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die Ladeinfrastruktur.

Heilbronn: Maßnahmen zur Luftreinhaltung reichen noch nicht aus

Update 7. Januar: Zehn Städte in Baden-Württemberg haben ihre Stickoxid-Werte im vergangenen Jahr deutlich verbessert - Heilbronn gehört nicht dazu. Weiterhin ist die Luft in Heilbronn zu dreckig - und die Stickoxid-Belastung zu hoch. Und das, obwohl ja Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Heilbronn in die Wege geleitet wurden.

Wie der SWR berichtet, sei das Straßenamt in Heilbronn allerdings dennoch mit der Entwicklung nicht unzufrieden. Im Oktober habe man noch mit 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gerechnet. Der Jahresdurchschnitt betrage - laut Land Baden-Württemberg - nun allerdings 47 Mikrogramm. Der Grenzwert liege jedoch bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Zu dieser positiven Entwicklung in Heilbronn habe wohl die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Stundenkilometern in der Weinsberger Straße in Heilbronn beigetragen, wo auch eine Messstelle für den Stickoxid-Wert steht. Ob und wenn ja, welche Maßnahmen zur Senkung der Stickoxid-Werte in Heilbronn weiterhin erfolgen, wird derzeit noch untersucht und geplant.

Stickoxid-Grenze überschritten: Vier Städte in Baden-Württemberg kämpfen weiter mit Luftverschmutzung

Erstmeldung 3. Januar: Die gute Nachricht zuerst: Während 2018 noch in 14 Städten zu viele Stickoxide in der Luft waren, konnten 2019 ganze zehn Städte ihre Werte deutlich verbessern. Die vorläufigen Zahlen* der Landesanstalt für Umwelt ergeben: Backnang, Esslingen, Freiburg, Herrenberg, Leonberg, Ludwigsburg, Öhringen, Sindelfingen, Tübingen und Ulm bleiben unter dem Grenzwert. 

Zu hoher Stickoxid-Anteil in der Luft: Heilbronn unter den vier Städten mit Grenzwertüberschreitung

Die weniger gute Nachricht: Bei vier Städten in Baden-Württemberg klappt's noch nicht so richtig. Stuttgart, Heilbronn, Mannheim und Reutlingen überschritten 2019 den Jahresmittel-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter - das berichtet der SWR. 

Die dreckigste Messstelle war bislang die am Stuttgarter Neckartor. Obwohl dort durch mehrere Maßnahmen eine Verbesserung geschafft werden konnte, bleiben die schlechtesten Werte in der Landeshauptstadt: Neuer Negativ-Spitzenreiter nach den vorläufigen Zahlen: die Messstation an der Stuttgarter Pragstraße. Im Jahresmittel wurden hier 58 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. 

2020 sollen Grenzwerte an allen Messstationen in Baden-Württemberg eingehalten werden

Auch wenn die Ergebnisse ein "super Zeugnis" für die Lufteinhaltepolitik seien, so seien Stuttgart, Mannheim, Heilbronn und Reutlingen noch nicht am Ziel, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. Er rechne damit, dass im neuen Jahr die Grenzwerte auch in den letzten vier Städten eingehalten werden können. Auch die zuletzt in Stuttgart eingeführten Fahrverbote sollen ihren Teil dazu beitragen. 

Umstritten bleibt, wie viel die Werte an den Messstationen wirklich aussagen können. Da auch die Fahrverbote nur eine lokale Maßnahme seien, können sie auch nur entsprechend lokal wirken, erklärt Ulrich Vogt, Luftreinhaltungs-Experte der Uni Stuttgart. Stadtweit habe das keine große Auswirkung. 

Über 100 Lungenspezialisten kritisierten zuletzt die geltenden Oberwerte. echo24.de hat einen Experten aus der Region gefragt, wie gefährlich die Werte wirklich sind.

*Bis Februar sollen die endgültigen Zahlen zur Luftverschmutzung an den verschiedenen Messstellen vorliegen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare