Am 28. Dezember: "Herr der Ringe"-Konzert in der Harmonie

Live-Auftritt: Ein Hobbit kommt nach Heilbronn

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In den "Herr der Ringe"-Filmen verkörperte der schottische Schauspieler Billy Boyd den Hobbit Pippin, einen der neun Gefährten.
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Im Vorab-Interview verrät Pippin-Darsteller Billy Boyd, wie man so nebenbei einen Welthit schreibt.

○ Billy Boyd verkörperte in der "Herr der Ringe"-Trilogie den Hobbit Pippin
○ Hinter der Kamera schrieb er am oscarprämierten Soundtrack von Howard Shore mit.
○ Am Samstag, 28. Dezember, führt Billy Boyd in Heilbronn durch die Live-Aufführung des "Herr der Ringe"-Soundtracks und singt selbst mit

Live in Heilbronn: "Herr der Ringe" bringt Magie in die Harmonie

Mächtige Gebirge, riesige Ork-Armeen, ein dunkler Herrscher – und mittendrin vier kleine Hobbits, die die freien Völker vor dem sicheren Untergang retten wollen. Vor knapp 20 Jahren setzten die "Herr der Ringe"-Filme neue Maßstäbe im Fantasy-Kino. Und nicht zuletzt der bombastische, oscarprämierte Soundtrack von Howard Shore macht die Trilogie bis heute zum außergewöhnlichen Film-Erlebnis.

Am Samstag, 28. Dezember, gibt’s die Musik aus "Herr der Ringe" und der "Hobbit"-Trilogie in der Harmonie in Heilbronn mit einem Symphonie-Orchester und einem Chor live auf die Ohren – präsentiert von echo24.de. Ganz besonderes Highlight des Konzertabends, der um 20 Uhr beginnt: Ein Hobbit kommt nach Heilbronn! Und zwar Billy Boyd, der im Film den Halbling Pippin verkörpert.

Am 28. Dezember wird Billy Boyd in Heilbronn auch live auf der Bühne zu sehen sein.

Der Schotte wird dabei nicht nur durch das Programm führen, sondern auch selbst singen. Im Interview spricht der 51-Jährige über den Dreh zur Trilogie von Regisseur Peter Jackson, seine Lieblingsfigur aus J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe" und darüber, wie man mal eben so einen Oscar für die beste Filmmusik abstaubt.

Wie sind Sie zu der "Herr der Ringe"-Saga gekommen?
Billy Boyd: Ich habe die Bücher mitproduziert. Als Buchbinder. Bis zu meinem 24. Lebensjahr habe ich als Buchbinder gearbeitet. Erst danach fing ich mit der Schauspielerei an. Ich habe jedes Buch, das ich gebunden habe, auch gelesen. Mit Ausnahme von "Herr der Ringe" – das war mir einfach zu lang. Ich habe es erst gelesen, als ich gecastet wurde. Damals dachte ich noch, es sei ein Buch über Pippin, denn ich habe nur die Passagen erhalten, die ihn betrafen.

Vor Auftritt in Heilbronn: "'Herr der Ringe'-Autor ein Genie"

Wann haben Sie das Drehbuch erstmals komplett gelesen?
Als ich in Neuseeland ankam, fand ich einen in Leder gebundenen Ordner mit meinem Namen vor. Ich beeilte mich, so schnell wie möglich zum Hotel zu gelangen und habe es sofort durchgelesen. Als ich die Szene mit Boromirs Tod las musste ich weinen. Das war das erste Mal, dass ich weinte, während ich ein Skript las.

Warum hat es Sie so berührt?
Die Charaktere sind sehr gut aufgebaut. Das sind Figuren, die einem ans Herz wachsen. Peter Jackson hat mir dieselbe Frage gesteht: Warum musstest du weinen? Tolkien und Jackson sind Genies. Schauen Sie sich nur ihre Herangehensweise ein. Sie wechseln von einer großen (epischen) Kampfszene zu einem Close-Up eines Auges. Die Kampfszene würde einen nicht berühren, wenn einem die Charaktere nicht so wichtig wären.

In den "Herr der Ringe"-Filmen ist Hobbit Pippin vielen Gefahren ausgesetzt.

Wer war ihr Lieblingscharakter? Mochten Sie Gollum?
Auf jeden Fall. Ich liebe Gollum. Er ist ein fantastischer Charakter. Ich hatte auch sehr viel Spaß mit Viggo Mortensen und seiner Rolle als Aragon und selbstverständlich mochte ich auch meine Pippin-Rolle sehr.

Oscarprämierte "Herr der Ringe"-Filmmusik live in Heilbronn

Sie wurden als Schauspieler engagiert, um die Rolle des Pippin zu spielen. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie zudem auch noch gesungen haben?
Die Dreharbeiten endeten an einem Freitag. Nach Drehschluss gingen wir erstmal Abendessen und dann aus unerfindlichen Gründen in eine Karaoke-Bar in Wellington. Nach ein paar Bier sang ich 'Delilah' von Tom Jones. Die Drehbuchautoren mochten meinen Gesang. Am Montag erhielt ich einen Anruf von unserer Drehbuchautorin Philippa Boyens. Sie sagte mir, dass sie sich mehr Musik und Lieder für den Film wünschten … und dass der Komponist Howard Shore noch nicht fertig sei mit einem der Lieder. Man sagte mir, dass Tolkien viele Lieder geschrieben hatte und fragte, ob mich das inspirieren würde selber ein 'Hobbit'-Lied zu komponieren und dann auch selbst zu singen: Ich sagte sofort zu.

Sie haben einfach mal so einen Hit geschrieben, während Sie filmten? Ein Lied, das dazu beitrug den Oscar für die beste Filmmusik zugewinnen – ein Lied, das Menschen überall auf der Welt lieben?
Naja, ich hatte zwei Tage. An einem Mittwochnachmittag schrieb ich drei Lied-Entwürfe, präsentierte sie Abends a cappella in Jacksons Haus und am Freitag drehten wir.

Bei der Soundtrack-Live-Aufführung führt Billy Boyd auch durchs Programm.

Was hat Sie zu dem Lied inspiriert?
Ich stellte mir ein keltisches Lied vor, eines bei dem man an Schottland denkt, untermalt mit keltischen Melodien. Ein Lied, wie es mir mein Großvater vorgesungen hatte.

Sie haben auch das epische Lied "Last Goodbye" geschrieben, dass die komplette Film-Saga umfasst.
Oh, dieses Lied – 'The Last Goodbye' kam durch Zufall zu mir. Sie fragten mich, ob sie den älteren Song für den 'Hobbit'-Trailer verwenden dürften und wir entschieden uns, einen neuen Song daraus zu machen. Es umfasst alle sechs Film mit einer wunderbaren Melodie.

Musik aus "Hobbit" und "Herr der Ringe" live in Heilbronn

Die Aufführung der Soundtracks aus "Der Herr der Ringe" und der "Hobbit"-Trilogie mit großem Chor und Symphonie-Orchester findet am Samstag, 28. Dezember, um 20 Uhr in der Harmonie in Heilbronn statt.

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