Es begann mit Küssen...

"Warum lügst du?" Kind von eigenem Opa sexuell missbraucht

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Ein Opa soll seine eigene Enkelin bei Heilbronn sexuell schwer missbraucht haben. (Symbolbild)
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In einer Kommune bei Heilbronn soll es zu abscheulichen Taten gekommen sein: Ein Opa soll seine Enkelin missbraucht haben. Am Landgericht Heilbronn wurde der Fall nun verhandelt.

Es ist der schlimmste Albtraum! Eltern vertrauen ihr Kind ihren eigenen Eltern an - und es kommt zum Missbrauch. Vor dem Landgericht Heilbronn wurde ein solcher Fall behandelt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft am Heilbronner Landgericht: Körperverletzung, Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes. 

Der unfassbare Fall vor dem Landgericht Heilbronn: Opa missbraucht Kind 

Im März 2018 nahm die Mutter des damals neunjährigen Mädchen ihren Vater, den Opa, in die Wohnung in einer Kommune im Landkreis Heilbronn auf, da dieser mit seinem Job im Ausland Probleme hatte. Er wollte einen Neustart wagen - und tat das auf schreckliche Art und Weise. Kaum zwei Wochen in der Wohnung begannen die Übergriffe auf die Enkelin, sobald die Eltern nicht zu Hause waren. 

Opa missbraucht Kind: Es begann mit einem Kuss und Schläge im Landkreis Heilbronn

Am Anfang wollte der Mann Küsse auf den Mund. Das Kind weigerte sich. Er schlug sie. Innerhalb von fünf Monaten wurden die Übergriffe immer heftiger. Das kleine Mädchen, seine Enkelin, weinte bei den Missbräuchen und bat ihren Opa aufzuhören. Ohne Erfolg! Er macht weiter. Aber: Das kleine Mädchen sammelte allen Mut und vertraute sich der Mama an. 

Nach schwerem sexuellen Missbrauch bei Heilbronn: Warum lügst du? 

Laut "Heilbronner Stimme" schilderte die Mutter vor dem Landgericht in Heilbronn, dass sie mit ihrer Tochter den Opa zur Rede stellte. Was dann passierte, macht noch fassungsloser. Der Opa fragte die Enkelin, warum sie lügen würde? Die antwortete laut Mutter: "Warum lügst du?" Die Mama warf ihren Vater aus der Wohnung, ging zur Polizei und erstattete Anzeige. 

Heilbronn: Opa tut der Missbrauch leid - oder doch nicht? 

Seit August 2018 sitzt der 64-Jährige in Untersuchungshaft. Vor Gericht sagt Verteidiger Rolf Schwager: "Mein Mandant räumt alle Vorwürfe gegen ihn ein. Die ganze Sache tut ihm leid." Das kommt aber etwas anders rüber. Denn: Der Opa zweifelt die Vorwürfe an, die sein Anwalt vorher eingeräumt hatte. Er könne sich nicht erinnern, ob es ein, zwei oder drei Mal war. Er habe das Kind nicht geschlagen. 

Unfassbar! Aber: Richterin Eva Bezold richtete sich mit klaren Worten an den Angeklagten: "Man hat den Eindruck, Sie geben hier alles zu für einen Strafrabatt. Was Sie sagen, ist nicht so schrecklich überzeugend." Erst als die Richterin Punkt für Punkt die Anklageschrift erneut durchgeht, gibt der Großvater zu: "Alles ist wahr, was da steht."

Kleines Mädchen nach Missbrauch bei Heilbronn auf dem Weg der Besserung

Der Tochter wurde eine Aussage vor Gericht erspart. Sie befindet sich in psychologischer Betreuung, aber es geht ihr mittlerweile gut, heißt es. Die Mutter sagte noch, dass sie die Übergriffe ausblenden. Das kleine Mädchen möchte nicht mehr darüber sprechen. Das muss sie wohl auch nicht mehr. Ein einziges Mal hat gereicht, um den Albtraum zu beenden!

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