Wenn es richtig heiß wird...

Heilbronn und die Region: Ab wann gibt es an den Schulen Hitzefrei?

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Bei diesen heftigen Temperaturen ist doch Hitzefrei angebracht - oder?
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Wenn es in Heilbronn und der Region richtig heiß wird, hoffen viele Schüler auf Hitzefrei. Aber wann können die Schüler damit rechnen?

Arbeitnehmer, Rentner, Tiere - und natürlich Schüler, jeder ächzt in dieser Woche unter der Glut-Hitze in Heilbronn und der Region. Da steigen doch die Chancen auf Hitzefrei - oder? "Früher gab es festgelegte Kriterien unter denen man Hitzefrei geben durfte. Heute entscheidet man das selbst", erklärt die Schulleiterin des Robert-Mayer-Gymnasiums Antje Kerdels.

Schulleiter müssen laut Schulamt Heilbronn immer im Einzelfall entscheiden, ob sie Hitzefrei geben oder nicht. Wenn das Thermometer also steigt, heißt das noch lange nicht: schulfrei. Vor allem die Oberstufen müssen trotz Hitze lernen. "Die Klassen elf und zwölf müssen in den Unterricht, ansonsten gibt es Hitzefrei für die ganze Schule", erklärt Kerdes.

Heilbronn und Region: Ab wann gibt es Hitzefrei in Schulen?

Auch Alternativen sollen Abkühlung verschaffen: "Manche gehen auch raus in den Park und unterrichten da im Schatten, das ist auch eine Möglichkeit", sagt Schulleiterin Kerdels. So machen es auch die Lehrer der Grundschule Amrichhausen in Künzelsau: "Solange es im Schulgebäude kühl ist, können wir in den Räumen unterrichten. Wenn es warm wird, gehen wir in den Schulgarten. Dort haben wir einen alten Baumbestand und ausreichend Schatten", sagt Schulleiterin Gabriele Schätzle.

Im Gegensatz zu den weiterführenden Schulen gibt es in Grundschulen eigentlich kaum Nachmittagsunterricht, daher ist für diese Zeit kein Hitzefrei vorgesehen. "Wir müssen eine Betreuung der Kinder bis 13 Uhr gewährleisten. Aber wenn wir Hitzefrei geben, besprechen wir uns mit den anderen Schulen", sagt Schätzle. "Man richtet sich immer nach dem Wohlbefinden der Kinder."

Hitzefrei: Gibt es eine einheitliche Regelung?

So plant auch Antje Kerdels mögliche Hitzefrei-Stunden mit Nachbarschulen. "Bei Hitzefrei gilt aber auch: Je flexibler das Raumangebot, desto besser kann man bei großer Hitze in einzelnen Räumen umplanen für einzelne Klassen", sagt Kerdels. Das Robert-Mayer-Gymnasium hat viele Räume, um hohen Temperaturen in einzelnen Zimmern auszuweichen. "Wir haben ein altes Haus mit dicken Wänden, da bleibt es zum Glück lange kühl", erklärt Kerdels.

Bis 1999 gab es eine einheitliche Regelung für Hitzefrei an Schulen: Stieg damals das Thermometer über 25 Grad bis 10 Uhr, gab es Hitzefrei für die Schüler. Solch hohe Temperaturen können auch in den nächsten Tagen anstehen.

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