Vorerst kein AstraZeneca mehr in Heilbronn

AstraZeneca-Stopp: Im KIZ Heilbronn nach Ostern vorerst nur noch Biontech

Ein Arzt bereitet im hessischen Impfzentrum im Kongresszentrum Darmstadtium eine Dosis mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer für eine Impfung vor.
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Im KIZ in Heilbronn soll nach Ostern vorerst nur noch der Corona-Impfstoff von Biontech verimpft werden. (Symbolbild)
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AstraZeneca-Stopp im Kreisimpfzentrum (KIZ) Heilbronn-Horkheim: Nach Ostern sollen vorerst alle mit dem Corona-Impfstoff von Biontech geimpft werden. 

Im Kreisimpfzentrum Heilbronn-Horkheim (KIZ) wird auch in der kommenden Woche nur noch der Impfstoff von Biontech verimpft. Ursprünglich waren von Dienstag bis Donnerstag insgesamt rund 2100 Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca, welches neuerdings „Vaxzevria“ heißt, vorgesehen. Die Termine bleiben erhalten, es wird an diesen Tagen allerdings der Impfstoff Biontech verabreicht. Von Freitag bis Sonntag wird bereits ohnehin nur Biontech verimpft.

„In Hinblick auf unser gemeinsames Ziel, möglichst vielen Menschen zeitnah ein Impfangebot zu machen, haben wir die Termine in der kommenden Woche auf Biontech umgebucht“, so die Heilbronner Bürgermeisterin Agnes Christner. Durch die angekündigte Lieferung von weiteren Biontech-Impfstoffdosen für die Woche nach Ostern ist gewährleistet, dass ausreichend Impfstoff für alle bereits vergebenen Termine vorhanden ist.

Im Kreisimpfzentrum Heilbronn-Horkheim wird vorerst nur noch Biontech verimpft

Der Grund für den Impfstopp mit AstraZeneca beziehungsweise Vaxzevria: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit Dienstag, 30. März, den britischen Impfstoff nur noch an Personen über 60 Jahren zu verimpfen. Baden-Württemberg hat bekannt gegeben, der Empfehlung der STIKO sofort zu folgen: Der Impfstoff von AstraZeneca soll künftig nur noch bei über 60-Jährigen zum Einsatz kommen – oder bei jüngeren Menschen, die das explizit wünschen.

Zu dieser Empfehlung kam die STIKO aufgrund von mehreren gemeldeten Fällen von Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Es ist möglich, dass diese Hirnvenenthrombosen eine Nebenwirkung des AstraZeneca-Impfstoffs sind. Bis Montag (29. März) wurden dem Paul-Ehrlich-Institut insgesamt 31 Fälle von Sinusvenen-Thrombosen im Hirn im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit AstraZeneca gemeldet.

In 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie – ein Mangel an Blutplättchen – bei den Patienten festgestellt. Bis auf zwei Fälle betrafen alle Meldungen über diese Komplikation Frauen zwischen 20 und 63 Jahren. Neun Menschen sind bereits in Deutschland an der Sinusvenen-Thrombose gestorben.

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