Frankfurter Immobiliengruppe kauft Heilbronner Gebäude

Nach Kauf von Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn: Das plant der neue Besitzer

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Das frühere Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn hat einen neuen Besitzer: aamundo aus Frankfurt. Jetzt gibt es neue Pläne für das Gebäude – und bereits Interessenten. 

  • Seit vielen Jahren steht das frühere Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn leer. 
  • Jetzt hat das Gebäude, das bislang Unilever gehörte, einen neuen Besitzer.
  • Die Immobiliengruppe aamundo will in dem markanten Gebäude Büroflächen anbieten. 

Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn verkauft: Das plant der neue Eigentümer aamundo

Ab dem 1. September 2020 hat das Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn einen neuen Besitzer. Die Frankfurter Immobiliengruppe aamundo hat das Traditionsgebäude in der Knorrstraße 1 gemeinsam mit einer norddeutschen Versicherungsgruppe gekauft. Das teilte das Unternehmen mit. 

Bisheriger Eigentümer war der niederländisch-britische Konzern Unilever, der Knorr im Jahr 2000 inklusive aller Heilbronner Liegenschaften übernommen hatte. Für welche Summe das Gebäude mit rund 17.000 Quadratmeter Fläche jetzt an den neuen Besitzer ging, darüber haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. 

Das frühere Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn hat einen neuen Besitzer. 

Knorr verschwindet nicht komplett aus früherem Verwaltungsgebäude in Heilbronn

In dem markanten, verglasten Gebäude in der Südstadt von Heilbronn war ursprünglich die Hauptverwaltung von Knorr untergebracht. Nach der Übernahme 2000 waren noch Verwaltungsbüros im Haus. Doch Knorr wird nicht komplett daraus verschwinden: Unilever hat rund zehn Prozent der Bürofläche zurückgemietet. 

Seit Juni steht auch fest: Das Knorr-Werk in Heilbronn ist für die nächsten zehn Jahre gesichert. Das Unternehmen war zuletzt im Gespräch, weil Knorr seine Zigeunersauce umbenannt hat. 

Aus der restlichen Fläche – insgesamt besteht die frühere Hauptverwaltung aus zwei Bürogebäuden entlang der Sontheimer Straße und der Knorrstraße – sollen Büroräume entstehen, die anschließend vermietet werden. Davor stehen aber Renovierungsarbeiten an, aamundo spricht von einer "umfassenden Revitalisierung hin zu einem Multi-Mieter-Komplex".

Heilbronn: Das sind die Pläne von aamundo für das Knorr-Verwaltungsgebäude

"Die ersten Schritte sind, dass wir das Gebäude versorgungstechnisch – also Wasser, Strom, Heizung – vom Knorr-Campus herauslösen, also autark stellen", erklärt Stefan Bögl, Head of Asset Management bei aamundo auf echo24.de-Nachfrage. Weitere Themen sind unter anderem Kühlung, Lüftung und in Teilen neue Fenster. Das solle die Qualität des Gebäudes grundsätzlich erhöhen. 

Im nächsten Schritt stehe dann der mieterspezifische Ausbau auf dem Programm. Die Aufteilung der Büros – Flächen ab 400 Quadratmeter stehen in Heilbronn zur Verfügung – werden dabei an den Mieter angepasst. Erste Rückmeldungen gebe es bereits. "Wir sprechen mit diversen lokalen Interessenten, auch in unterschiedlichen Größen", sagt Bögl. Genaueres möchte er noch nicht preisgeben. 

Hinsichtlich der Art der Firmen in dem ehemaligen Knorr-Verwaltungsgebäude sei man bei aamundo ganz flexibel. Beispielsweise sei auch eine Art Ärztehaus denkbar. "Wenn die Nachfrage bestünde, wären wir offen, auch in diese Richtung zu gehen", fügt Bögl hinzu. 

aamundo kauft Knorr-Verwaltungsgebäude in Heilbronn – Charakter soll erhalten bleiben

Äußerlich will aamundo an dem Traditionsgebäude in Heilbronn festhalten. Man sei sich der Historie des Objekts bewusst und lege großen Wert darauf, die Grundstruktur zu erhalten. Fassade und Farbgebung bleiben wie gehabt. Auch das Knorr-Schild hat aamundo erworben – es bleibt ebenso bestehen. "Es war uns ein großes Anliegen, dass der Knorr-Campus auch weiterhin so wahrgenommen werden kann", so Bögl zu echo24.de.

Besonders begeistert ist Stefan Bögl von der Zusammenarbeit mit der Stadt Heilbronn. Der Prozess, das Grundstück aus dem Campus herauszulösen, sei auch juristisch nicht ganz trivial gewesen. Die Verantwortlichen – konkret das Team um Baubürgermeister Wilfried Hajek – hätten aber immer schnell und proaktiv gehandelt. 

Rubriklistenbild: © Archiv/Ralf Seidel

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