Britische Corona-Mutation B 1.1.7

Britische Corona-Mutation B 1.1.7 in Heilbronner Kita – Stadt reagiert

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In einer Heilbronner Kita wurde die britische Corona-Mutation B 1.1.7 mehrfach nachgewiesen. Die Kindertagesstätte bleibt bis zum 19. März geschlossen.

In einer städtischen Kindertagesstätte in Heilbronn haben sich sowohl Erzieher als auch Kinder mit dem Coronavirus infiziert. Bei einer Erzieherin sowie fünf Kindern ist die hochansteckende britische Virus-Variante B 1.1.7 nachgewiesen worden, wie die Stadt mitteilte. Die Einrichtung bleibt vorerst bis zum 19. März 2021 geschlossen. Alle Kinder, Erzieherinnen und deren Haushaltsangehörige befinden sich in Quarantäne.

Britische Corona-Mutation B 1.1.7. in Kita in Heilbronn nachgewiesen: Infektionen mit Mutanten nehmen zu

Oberbürgermeister Harry Mergel appelliert aus diesem Anlass trotz Lockerungen die Abstands- und Hygieneregeln auch weiterhin konsequent einzuhalten. „Natürlich freut es mich, dass die 7-Tage-Inzidenz in Heilbronn derzeit so niedrig ist und deshalb Lockerungen wie die Öffnung des Einzelhandels möglich sind. Es wäre aufgrund der ansteckenderen Virusvarianten nahezu fahrlässig, zum jetzigen Zeitpunkt mit dauerhaft niedrigen Inzidenzen zu rechnen.“

Nach der Beobachtung von Dr. Peter Liebert, Leiter des Städtischen Gesundheitsamts Heilbronn, nimmt derzeit der Anteil der hoch ansteckenden Varianten unter den nachweislich infizierten Fällen zu. Bisher war dieser Anteil vergleichsweise gering. Die britische Corona-Mutation soll zwischen 30 bis 70 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus sein. Somit verbreitet sich die Virusvariante entsprechend schneller und könnte schon bald eine dritte Corona-Welle verursachen.

Was unterscheidet die Virusvariante B.1.1.7. vom „Original“-Coronavirus?

Immerhin konnte bislang kein wissenschaftlicher Beweis dafür gefunden werden, dass die Virus-Mutation B.1.1.7 tödlicher ist als andere Varianten. Dafür treten bestimmte Symptome laut der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) bei einer Infektion mit der britischen Mutation häufiger auf. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Gliederschmerzen

Patienten, die an der Mutation B.1.1.7. erkrankt sind, berichteten dafür seltener über den Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns. Keine Unterschiede in Hinblick auf die Corona-Symptome gab es laut ONS bei Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Generell soll aber der Anteil an Menschen, die an Beschwerden leiden, bei einer Infektion mit der Corona-Mutation B.1.1.7 etwas höher sein als bei anderen Virus-Varianten.

Rubriklistenbild: © National Institute of Allergy and Infectious Diseases/Zuma Wire/Imago Images

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