Bestechung von Beamten

Heilbronner Knastschmuggel-Affäre: Prozess gegen fünf weitere Männer startet

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Die Statue Justitia.
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Den Männern wird Bestechung vorgeworfen, um Drogen ins Gefängnis schmuggeln zu können.

Im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Schmuggel-Ring im Heilbronner Gefängnis startet heute ein weiterer Prozess. Fünf Männer müssen sich vor dem Landgericht Heilbronn verantworten, weil sie einen Justizbeamten bestochen haben sollen, um Drogen oder andere verbotene Gegenstände hinter Gitter zu bringen. 

Der Justizbeamte steht bereits seit vergangener Woche ebenfalls in Heilbronn wegen Bestechlichkeit vor Gericht. Der 37-Jährige gab beim Prozessauftakt zu, zwischen 2016 und 2018 Häftlinge mit Drogen, Medikamenten und Handys versorgt und dafür Geld kassiert zu haben. Er erklärte sich bereit, in Verfahren gegen weitere Beschuldigte als Zeuge auszusagen.

Staatsanwaltschaft führt weitere Ermittlungen um Vorfälle in JVA Heilbronn

In den Komplex Knastschmuggel, wie ihn die Staatsanwaltschaft nennt, sollen mehrere Bedienstete, Gefangene, deren Angehörige und weitere Komplizen verwickelt gewesen sein. Im Laufe der Ermittlungen habe sich die Zahl der Beschuldigten den Angaben nach auf rund 90 erhöht - die Verfahren seien aber überwiegend noch nicht abgeschlossen. 

Im Zuge der kriminellen Machenschaften musste im Oktober 2018 der Gefängnisleiter seinen Posten räumen. Bereits im Sommer 2016 waren elf Häftlinge wegen systematischen Drogenhandels zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

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