Heilbronn rüstet auf

Schnelles Internet für Heilbronn: Millionen-Förderung vom Land soll's richten

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Heilbronn ist auf dem Weg zur Gigabit-City. Dafür sorgt ein millionenschweres Förderprogramm der Landesregierung, das die "weißen Flecken" erschließen wird.

  • 2,5 Millionen Euro bekommt die Stadt Heilbronn für den Breitbandausbau.
  • Die Stadt will alle Firmen und privaten Haushalte mit schnellem Internet versorgen.
  • Die Kosten dafür werden zu 90 Prozent von Bund und Land getragen.

Schnelles Internet für Heilbronn: Jetzt kommt die Millionen-Förderung vom Land

Wie wichtig eine schnelle Internetverbindung ist, zeigen die Erfahrungen aus der Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg. Denn egal ob Streaming oder Recherche - eine zügige Internetverbindung ist in der heutigen Zeit notwendig. In Heilbronn macht das Projekt "Digitalisierung" jetzt einen ganz großen Schritt nach vorne - und zwar innerhalb kürzester Zeit. 

Dafür sorgt eine millionenschwere Förderung vom Land, die den Breitbandausbau in Heilbronn voranbringen wird. Konkret geht es um stolze 2,5 Millionen Euro, die die Versorgung mit schnellem Internet in Wohn- und Gewerbegebieten auf den aktuellen Stand bringen wird. "Alle weißen Flecken im Heilbronner Stadtgebiet sollen erschlossen werden", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Land.

Heilbronn wird zur Giga-City: Größtenteils bezahlen Bund und Land

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur sei ganz entscheidend für die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Heilbronn. "Es freut mich sehr, dass wir mit der Förderung die Heilbronnerinnen und Heilbronner unterstützen und die Entwicklung der Stadt zur Gigabit-City beschleunigen können", erklärt der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Thomas Strobl.

Im Heilbronner Rathaus übergab Strobl, der unter anderem auch Digitalisierungsminister ist, Oberbürgermeister Harry Mergel den Breitbandförderungsbescheid, der Heilbronn mit 2,5 Millionen Euro im Breitbandausbau unterstützt. Und da die Stadt Heilbronn zudem eine Kofinanzierung in Anspruch nimmt, werden die Ausbaukosten zu 90 Prozent von Bund und Land getragen.

Heilbronn: Mindestens 30 Mbit/s für alle: Wann kommt das "schnelle" Internet

Innenminister Thomas Strobl übergibt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel den Breitbandförderungsbescheid.

Im Umkehrschluss muss die Stadt Heilbronn nur noch 620.000 Euro zum Projekt beisteuern. Profitieren können jetzt all die Gebiete in der Stadt, die keine Breitbandversorgung von mindestens 30 Mbit/s aufweisen können. Die "weißen Flecken" verteilen sich nahezu über ganz Heilbronn. Jetzt sollen die Löcher mit der im Heilbronner Gemeinderat beschlossenen Digitalisierungsstrategie gestopft werden.

Mergel: "Die Fördermittel sind ein weiterer wichtiger Baustein für den Breitbandausbau in Heilbronn." Mergel ist froh, dass die Stadt mit 2,5 Millionen Euro in ihrem Digitalisierungsprozess unterstützt wird. Wie wichtig schnelles Internet sei, habe jeder von uns in den vergangenen Wochen erfahren, betont Mergel. Jetzt wolle man keine Zeit mehr verlieren und Worte in Taten umsetzten.

Heilbronn: Projekt "schnelles Internet" startet noch in diesem Monat

Noch in diesem Monat sollen die Stellen für den Bau und Betrieb des Breitbandnetzes in Heilbronn ausgeschrieben werden. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in ganz Baden-Württemberg - einer der zentralen Arbeitsschwerpunkte der Landesregierung. Bereits 234 Millionen Euro an Fördermitteln gewährte das Land allein in den ersten fünf Monaten in diesem Jahr. 

Verteilt werden die 234 Millionen Euro auf 300 Breitband-Ausbauprojekte in ganz Baden-Württemberg. Damit versechsfacht die Landesregierung ihre Fördermittel im Bereich Digitalisierung im Vergleich zum Vorjahr. Strobl: "Damit hält unser hohes Ausbautempo im ganzen Land weiter an." Bis 2021 will das Land Baden-Württemberg mehr als eine Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur investieren.

Schnelles Internet: Heilbronn tritt kräftig aufs Gas

Strobl freut sich, dass die Kommunen im Land dabei gut mitziehen. "Großartig, dass auch meine Heimatstadt Heilbronn den Ausbau tatkräftig vorantreibt", erklärt er. Und die Anstrengungen im Bereich Digitalisierung tragen Früchte. Grund: Rund 92 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg verfügen inzwischen über einen Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s.

Im Vergleich zum Jahr 2016 ist das eine Steigerung von 20 Prozent. Strobl: "Die Coronavirus-Pandemie zeigt uns überdeutlich, wie wichtig eine flächendeckende, leistungsfähige und zuverlässige Breitbandinfrastruktur ist. Das bestätigt unsere Anstrengungen zusätzlich. Denn eine funktionierende digitale Infrastruktur ist mit Voraussetzung für die Wiederbelebung der vom Coronavirus angeschlagenen Wirtschaft.  

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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