Corona-Pandemie

Heilbronn: Impfkampagne stockt – das tut die Stadt dagegen

Impfung
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Die Corona-Impfquote kommt kaum voran. Deshalb bietet auch die Stadt Heilbronn niederschwellige Impfangebote an. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Impfquote in Heilbronn steigt kaum noch - dieser Trend zeichnet sich auch deutschlandweit ab. Deshalb läuft aktuell die bundesweite Aktion #hierwirdgeimpft.

„Bist du geimpft?“ Diese Frage dürften die Menschen in Deutschland seit einigen Monaten viel häufiger hören, als noch vor dem Start der Corona-Impfkampagne. Der Impfstatus ist ein heiß diskutiertes Thema und längst geht es in öffentlichen Debatten nicht mehr um die Gesundheitsfrage, sondern vielmehr um Regeln und politische Maßnahmen. Doch die Impfquote stockt. In Heilbronn beispielsweise stieg die Quote der Erstgeimpften in Heilbronn von Ende Juli bis Anfang September lediglich um knapp fünf Prozentpunkte von 53,2 auf 57,9 Prozent. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, entspricht das weniger als 150 Erstimpfungen am Tag.

Zeitgleich entwickelt sich die besorgniserregende Tendenz, dass sich eine „Pandemie der Ungeimpften“ entwickelt, wie Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel erklärt. Das bestätigt sich auch in den Corona-Infektionszahlen des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg. Demnach liegt die 7-Tage-Inzidenz unter vollständig Geimpften aktuell lediglich bei 18,9, während sie unter Ungeimpften 203,8 beträgt.

#hierwirdgeimpft Heilbronn: OB Harry Mergel appelliert an Ungeimpfte

Da dieser Trend sich nicht nur in Heilbronn oder Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland abzeichnet, ist gestern (Montag, 13. September) die bundesweite Aktionswoche #hierwirdgeimpft angelaufen. Es soll vielerorts niederschwellige Impfangebote geben - wie Impfungen in Clubs, an Bahnhöfen oder vor Konzertlocations.
Inwieweit die Stadt Heilbronn Impfangebote zur Aktionswoche #hierwirdgeimpft anbietet, berichtet die Heilbronner Stimme.
(Artikel hinter Bezahlschranke Anm. d. Red.)

Heilbronns Oberbürgermeister Mergel appelliert in der Stimme erneut an alle Heilbronnerinnen und Heilbronner, die Impfangebote anzunehmen. „Leider haben aber immer noch nicht alle den Ernst der Lage für sich und ihre Mitmenschen erkannt“. Immerhin: Im landesweiten Vergleich hat Heilbronn bei der Impfquote aufgeholt - von einem der letzten Plätze hat sich die Käthchenstadt mittlerweile ins hintere Mittelfeld vorgearbeitet.

Außerdem bekommen immer mehr Menschen eine Impfempfehlung - bestes Beispiel: Am Wochenende hat die Ständige Impfkommission die Corona-Impfung für Schwangere und Stillende empfohlen. Zusätzlich arbeitet der Impfstoffhersteller Biontech an einer Zulassung seines Vakzins für Kinder ab fünf Jahren. Wenn sich diese Gruppen nach und nach impfen lassen, könnte noch der ein oder andere Schub für die Impfquote kommen.

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