Welch schlechter Jahresstart

Heilbronner Firma Illig startet 2020 mit Kurzarbeit: 700 Mitarbeiter betroffen

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Beim Maschinenbauer Illig in Heilbronn kommt ab Januar 2020 Kurzarbeit.
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Wirtschaftlich sieht es beim Heilbronner Maschinenbauer Illig schlecht aus. Bei einer Betriebsversammlung wird sogar Kurzarbeit ab Januar 2020 angekündigt.

○ Betriebsversammlung beim Maschinenbauer Illig in Heilbronn.

○ Angekündigte Kurzarbeit ab Januar 2020.

○ Mitarbeiter sehen Auslands-Standorte kritisch.

Das Jahr neigt sich für 700 Illig-Mitarbeiter mit einer echten Hiobsbotschaft dem Ende. Bei einer Betriebsversammlung erfuhren sie, dass es ab Januar 2020 Kurzarbeit im Unternehmen geben wird. Gründe gebe es mehrere: zum einen die sehr schlechte Auftragslage der vergangenen Monate, zum anderen die Nicht-Ausschöpfung der Kapazitätsgrenze. Hier liege man 20 Prozent darunter, so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm Michael Unser gegenüber dem SWR.

Illig-Krise in Heilbronn: Beschäftigte sehen Standorte im Ausland kritisch

Für Unmut unter den Mitarbeitern sorgen derweil dieIllig-Standorte im Ausland. Aktuell gibt es einen in Indien. Ein weiterer soll in Rumänien entstehen. Michael Unser äußert sich gegenüber dem SWR wie folgt: "Das sehen die Beschäftigten sehr kritisch, wenn eine Unterauslastung im Stammwerk ist und man aber parallel versucht, andere Standorte auszubauen." Mit einer besseren Auftragslage rechnen die Verantwortlichen frühestens im Jahr 2021. Doch an einen Stellenabbau will heute noch niemand denken - erst dann, wenn es wirklich nötig ist.

Weitere Unternehmen rund um Heilbronn betroffen: Angst um den Arbeitsplatz

Um ihren Job bangen hunderte Audi-Mitarbeiter in Neckarsulm. Bringen die neuen Vorstände 2020 die Wende? Nicht nur die Audi-Mitarbeiter blicken bang in die Zukunft. Für die Audi-Zulieferer ist ebenfalls noch nicht klar, wie es in der Region weitergeht.

Auch die Firma Schunk in Lauffen meldete Kurzarbeit an. Ebenso bangen Bosch-Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz in der Region. Der Betriebsrat befürchtet nämlich einen weiteren Stellenabbau.

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