Ausgesetzt?

Heilbronner Familie laufen drei Häschen zu - an drei Tagen!

+
Tanja Metz und das dritte und kleinste der zugelaufenen Häschen.
  • schließen

Woher die Mümmelmänner kommen, ist bislang nicht klar. Aber die Familie hat super reagiert.

"Wenn morgen das dritte auftaucht, fress' ich 'nen Besen." Das hatte Tanja Metz aus Heilbronn insgeheim gedacht. Doch niemals hätte sie geglaubt, dass am nächsten Tag tatsächlich schon wieder ein Häschen in ihrem Garten auftauchen würde. Das dritte in drei Tagen!! Woher die Hasen kommen, das wissen Metz und ihre Familie nicht. Doch sie reagierten nach dem Fund fantastisch.

"Meine Tochter hätte am liebsten alle behalten", erklärt Metz. Doch beide Eltern sind berufstätig. "Und für Tiere braucht man eben auch Zeit." Einen Hasen hat die Familie nämlich bereits. Stattdessen wurden die zitternden Schlappohr-Kaninchen eingesammelt, gewärmt, gefüttert und ins Heilbronner Tierheim gebracht. Metz: "Als wir am zweiten Tag mit dem zweiten Häschen auftauchten, sind wir uns total blöd vorgekommen."

Einer der zugelaufenen Hasen.

Verständlich, aber nicht nötig. Metz: "Im Tierheim haben sie natürlich auch gesagt: 'Das ist eine große Sauerei.'" Denn: Einfach so können die Langohren, die ganz offensichtlich gekauft wurden, nicht im Gartengrundstück der Familie aufgetaucht sein. "Wir glauben fast, dass sie jemand gezielt ausgesetzt hat", erklärt Metz. "Wir verstehen nicht, warum das jemand macht. Deshalb konnten wir auch nicht einfach wegschauen."

Stattdessen hat sich die Familie gekümmert. Auch bei Facebook und in der Gartenanlage nach möglichen Besitzern gesucht. Ohne Erfolg. Doch es gab jede Menge Lob für das Engagement der Familie. "Danke, dass ihr euch kümmert" - das haben gleich mehrere Facebook-Nutzer geschrieben.

Und dann tauchte das dritte Kaninchen auf. Spätestens jetzt war das Herz der Familie endgültig erweicht. "Der Kleine bleibt vielleicht da. Ansonsten kommt er zu meiner Schwester und ist da dann in sehr guten Händen", erklärt Metz. Bis zur Entscheidung sitzt der kleine Mümmelmann gut gepolstert und mit jeder Menge Futter in Quarantäne. Metz: "Er hat schon zugenommen. Und wenn der Kleine mit unserem Hasen gleichzeitig Futter bekommt, isst er es immer schneller auf."

Inzwischen sind seit vier Tagen keine neuen Hasen mehr im Garten aufgetaucht. "Die Männer schauen immer mal wieder nach, ob sie noch einen finden." Die Hoffnung der Familie ist, dass nicht noch mehr der niedlichen Vierbeiner ausgesetzt worden sind. Schön wäre es, wenn es auch dabei bleibt.

Mehr zum Thema:

Hundehasser unterwegs? Vierbeiner in Neckarsulm vergiftet

Voller Einsatz: Diese Frauen retten rumänische Straßenhunde

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare