„Reiterhof-Mord“ wird am Heilbronner Landgericht verhandelt

Familiendrama auf Güglinger Reiterhof: Mordprozess wird fortgesetzt

  • Tobias Becker
    vonTobias Becker
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  • Melissa Sperber
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Der Prozess am Heilbronner Landgericht um ein Familiendrama auf einem Reiterhof in Güglingen geht weiter. Zuletzt gab es mehrere Unterbrechungen und Ausfälle.

  • Ein 15-Jähriger stirbt im Januar 2020 in Güglingen-Frauenzimmern (Kreis Heilbronn) an zehn Messerstichen. Sein Vater überlebt trotz 29 Stichen.
  • Der Bruder (17) des Getöteten wird wegen Mordes und versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzungen angeklagt.
  • Seit dem 7. Oktober läuft am Landgericht Heilbronn der Prozess. Dieser wird am Donnerstag fortgesetzt.

Update, 26. November: Der Güglinger Reiterhof-Mordprozess wird am Donnerstag vor dem Heilbronner Landgericht fortgesetzt. Zuletzt waren aufgrund der Corona-Pandemie mehrere Verhandlungstage verschoben worden. Die komplette Heilbronner Schwurgerichtskammer musste aufgrund eines Corona-Falls in Quarantäne. Während des Prozesses am Donnerstag soll ein psychologischer Sachverständiger angehört werden, der von der Verteidigung benannt wurde. Allerdings nicht als Gutachter, sondern als sachverständiger Zeuge.

Zudem werden zu einem späteren Zeitpunkt laut SWR die vom Gericht bestellten rechtsmedizinischen und psychiatrischen Gutachter ihre Gutachten zu dem vermeintlichen Familiendrama auf dem Güglinger Reiterhof präsentieren.

Auf einem Reiterhof in Güglingen im Landkreis Heilbronn kam es zu einem furchtbaren Familiendrama - der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Familiendrama auf Güglinger Reiterhof: Prozess verzögert sich weiter

Update, 11. November: Der Prozess um die Familientragödie auf einem Reiterhof in Güglingen am Landgericht Heilbronn verzögert sich auch weiterhin. Zuletzt waren laut eines Sprechers mehrere geplante Verhandlungstage aufgrund der Coronapandemie aufgehoben worden. Wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Richters musste der Prozess zeitweise zudem unterbrochen werden. „Derzeit ist geplant, die Verhandlung am 20. November 2020 fortzusetzen“, heißt es vom Landgericht Heilbronn.

Güglingen: Familiendrama auf Reiterhof - Prozess verzögert sich coronabedingt

In der vergangenen Woche fand laut Angaben des Landgerichts Heilbronn der fünfte Verhandlungstag statt. Im Prozess waren zwei Zeugen aus dem „näheren Umfeld des Angeklagten gehört“ worden.

Diese Befragung habe aber jeweils sehr lange gedauert. Deshalb seien am Verhandlungstag keine weiteren Zeugen zu Wort gekommen.

Familiendrama auf Güglinger Reiterhof: Angeklagter soll Bruder getötet haben

Angeklagt ist ein 17-Jähriger. Er soll seinen 15-jährigen Bruder mit zehn Messerstichen ermordet haben. Neben der Mordanklage steht zusätzlich versuchter Mord im Raum. Denn auch auf den Vater soll der Angeklagte 29 Mal eingestochen haben. Der 54-Jährige überlebte die Tat trotz lebensgefährlicher Verletzungen.

Weil der Angeklagte zur Tatzeit minderjährig war, findet der Prozess am Heilbronner Landgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. echo24.de berichtete in einem vorherigen Artikel über alle Ereignisse in dem erschütternden Prozess bis zum 30. Oktober.

Nach Familiendrama auf Reiterhof in Güglingen: Richter positiv auf Corona getestet - Prozess unterbrochen

Update, 09. November: Anfang des Jahres gab es das Familien-Drama in Güglingen. Ein 17-Jähriger soll seinen Bruder getötet und anschließend seinen Vater schwer verletzt haben. Der Prozess ist in vollem Gange, wird nun aber unterbrochen! Der Grund: Ein Richter ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, soll der Prozess am 20. November fortgesetzt werden. Die beiden anderen Kammermitglieder wurden negativ getestet, befinden sich zur Zeit jedoch vorsorglich in Quarantäne.

Nach Familiendrama auf Güglinger Reiterhof: War es Brudermord? Zeugen-Aussagen erwartet

Meldung, 05. November: Das Jahr 2020 begann mit einer Tat, die über die Region hinaus erschütterte: Auf einem Reiterhof in Güglingen-Frauenzimmern in Landkreis Heilbronn wurde am 25. Januar der Leichnam eines 15-Jährigen entdeckt. Der ebenfalls anwesende 17-jährige Bruder sowie der Vater waren so schwer verletzt, dass die Polizei die beiden zunächst nicht vernehmen konnte. Die Ergebnisse der weiteren Ermittlungen ergaben Schockierendes!

Ein Familienstreit soll zu der schrecklichen Gewalt-Tragödie in Güglingen geführt haben - dass weitere Menschen in das Geschehen involviert waren, schien ausgeschlossen. Am Mittwoch, 7. Oktober, startete der Prozess um den mutmaßlichen Bruder-Mord vor dem Heilbronner Landgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da der Angeklagte zur Tatzeit noch minderjährig gewesen war. Die Anklage gegen den 17-Jährigen: Mord an seinem Bruder und versuchter Mord an seinem Vater

Heilbronn/Güglingen: Nach mutmaßlichem Bruder-Mord auf Reiterhof - Droht Höchststrafe bei Prozess?

Der Angeklagte soll den 15-jährigen Bruder mit einem Messer erstochen haben. Wie das Gericht erklärte, soll der ältere Bruder zehnmal auf seinen jüngeren Bruder eingestochen haben. Auf seinen zur Tatzeit 54 Jahre alten Vater habe er anschließend 29 Mal eingestochen. Dieser wurde lebensgefährlich verletzt, aber überlebte die Messerattacke. Der angeklagte Sohn soll sich nach dem Familiendrama auf einem Reiterhof in Güglingen selbst verletzt haben, weshalb er ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt werden musste.

Das Motiv für den mutmaßlichen Brudermord Anfang dieses Jahres auf dem Reiterhof in Güglingen-Frauenzimmern im Landkreis Heilbronn? Unklar! Das müsse in der Hauptverhandlung geklärt werden, erklärte die Staatsanwaltschaft laut dpa. Weiteren Angaben im Vorfeld des Verfahrens gab es nicht.  Für den Mord-Prozess sind knapp 60 Zeugen und vier Sachverständige geladen. Dem jungen Mann drohen maximal zehn Jahre Jugendstrafe. Das ist die Höchststrafe im Jugendstrafrecht.

Bis zum 30. Oktober berichtete echo24.de in einem ersten Artikel über den Prozess um das Familiendrama auf einem Güglinger Reiterhof vor dem Heilbronner Landgericht - alle neuen Entwicklungen sind hier nachzulesen. Am Mittwoch, 4. November, wurde der Prozess fortgesetzt, bis Freitag sind Zeugen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters geladen. In den vergangenen Verhandlungstagen wurden bereits zwei Notrufe des verletzten Vaters des Angeklagten mit einer Dauer von insgesamt 20 Minuten gehört - ebenso wurden drei Notärzte vernommen, die in der Tatnacht im Einsatz waren.

Rubriklistenbild: © Hemmann/SDMG/dpa

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