Vogelgrippe in Baden-Württemberg

Heilbronn: Stadt warnt vor Geflügelpest! Das müssen Halter dringend beachten

  • Lisa Klein
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Die Geflügelpest ist in Baden-Württemberg angekommen. Die Stadt Heilbronn ruft Tierhalter dazu auf, ihre Vögel vor der Seuche zu schützen.

Nicht nur das Coronavirus hält Baden-Württemberg weiterhin auf Trab: Seit Mitte Oktober gibt es wieder vermehrte Ausbrüche von Geflügelpest – eigentlich hauptsächlich in Norddeutschland. Ende November wurden allerdings Geflügelpest-Ausbrüche auch in Donaueschingen im Schwarzwald-Baar-Kreis registriert. Das Ordnungsamt ruft daher auch Heilbronner Geflügelhalter dringend dazu auf, ihre Tierbestände bestmöglich vor der Seuche zu schützen.

Die klassische Geflügelpest, auch bekannt als „Vogelgrippe“, ist für den Menschen ungefährlich. Für Vögel ist sie allerdings eine sehr ansteckende Krankheit, die mit einer hohen Sterblichkeit der betroffenen Tiere einhergeht. „Jeder Kontakt des Geflügels bzw. sonstiger gehaltener Vögel zu Wildvögeln oder deren Ausscheidungen sollte unbedingt vermieden werden“, sagt die städtische Veterinärin Dr. Isa Bauhammer. „Auch müssen Futter und Einstreu unzugänglich für Wildvögel aufbewahrt werden. Die Tiere sollten nur über Leitungswasser und keinesfalls mit Oberflächenwasser wie zum Beispiel aus der Regentonne getränkt werden“.

Ebenfalls sei es wichtig, die Stallungen nur in stallspezifischer Schutzkleidung zu betreten, vor dem Betreten und nach dem Verlassen der Stallungen die Hände zu waschen sowie betriebsfremde Personen und Haustiere fernzuhalten. „Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, dass bei einem Zukauf ausschließlich gesunde Tiere aus unverdächtiger Herkunft erworben werden“, betont Bauhammer.

Die Geflügelpest ist in Baden-Württemberg angekommen. Die Stadt Heilbronn ruft Halter dazu auf, ihre Tiere vor der Seuche zu schützen. (Symbolbild)

Geflügelpest in Baden-Württemberg: Das müssen Halter beachten

Mit dem seit April dieses Jahres geltenden EU-Tiergesundheitsrecht wird die Eigenverantwortung der Tierhalter besonders hervorgehoben. Es ist demnach verpflichtend, Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und geeigneter Maßnahmen zu ergreifen. Sofern eine akute Seuchenlage dies erforderlich macht, wird die Umsetzung der Vorgaben verpflichtend, per Allgemeinverfügung kann zudem eine Stallpflicht angeordnet werden.

In Deutschland tritt diese Seuche regelmäßig bei Wildvögeln vor allem im Rahmen des Vogelzugs auf. In Deutschland und Europa fand von Oktober 2020 bis April 2021 das bisher umfangreichste Geflügelpestgeschehen statt, das auch im Sommer nicht ganz zum Erliegen kam. Tausende Wildvögel verendeten, ebenso waren etliche Geflügelbestände betroffen. Das Risiko weiterer Ausbrüche in Baden-Württemberg ist daher als hoch einzustufen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow/

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