Surfen mitten in der Stadt - Idee und Pläne stehen

Ergreift Heilbronn die Chance? Diese Idee liegt voll im Freizeit-Trend!

Surfer in der Welle
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Auch in Heilbronn könnte eine stehende Welle Surf-Fans anlocken.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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  • Daniel Hagmann
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Heilbronn: Diese Idee der Stadtinitiative könnte einen absoluten Freizeit-Trend in die Region bringen.

Aktuell schwappt ein neuer Freizeit-Trend durch Deutschland. Auch in Heilbronn hat man bereits darüber nachgedacht. Surfen auf künstlichen Wellen auf Flüssen ist immer gefragter. Und jetzt hat sich dazu auch der Deutschen Wellenreitverband (DWV) geäußert. Aufgepasst, Heilbronn!

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte DWV-Vize-Präsident Michael Zirlewagen, die Entwicklung hin zum Freizeit-Trend Surfen auf künstlichen Wellen habe „in Deutschland aber auch weltweit extrem zugenommen“. Zwar kümmert sich der DWV grundsätzlich um die professionellen Surfer, mit dem wachsenden Angeboten freut man sich aber durchaus über die wachsende Anzahl an Amateursurfern.

Stehende Welle in Heilbronn: Zwischen Idee und Umsetzung

Wie echo24.de bereits berichtet hat, könnten da in Zukunft auch noch einige aus Heilbronn und der Region dazu kommen. Mit Thomas Aurich,  CDU-Fraktion Heilbronner Gemeinderat und einer der Vorsitzenden der Stadtinitiative Heilbronn, kam erst vor Kurzem die Idee, im Bereich des Neckars eine künstliche Welle zu erschaffen.

Bereits als er Verkehrsvereinsvorsitzender war, lag die Idee in der Schublade. Jetzt, so erklärt Aurich auf echo24.de-Nachfrage „hat die Uni Stuttgart eine Surfwelle für Flüsse entwickelt“.

Heilbronn als Surf-Stadt: München, Nürnberg, Pforzheim haben es vorgemacht

Surf-Fans kommen bereits in mehreren anderen Städten voll auf ihre Kosten. In Nürnberg wird bereits seit Jahren daran gearbeitet. Noch in diesem Jahr könnte auf der Pegnitz die neu gebaute Welle eröffnet werden. Für die erste Welle in Baden-Württemberg hat der Verein Blackforestwave in Pforzheim gesorgt.

Der absolute Klassiker bleibt aber die Eisbachwelle in München. In der bayerischen Landeshauptstadt ist quasi der Ursprung stehender Wellen. Auch hier soll sich bis 2023 noch mehr tun. Laut dem dpa-Bericht soll in der Nähe des Flughafens der größte Surfpark Europas entstehen. Bis zu 60 Surfer könnten dann gleichzeitig auf einer 180 Meter landen Welle reiten.

Stehende Welle für Heilbronn: Aurich sieht zwei Möglichkeiten

Für Heilbronn sieht Thomas Aurich zwei Möglichkeiten das Projekt zu verwirklichen. Aurich: „Entweder könnte man die Welle hinterm Zeag-Wasserkraftwerk ins Wasser einbauen oder einen Frachter mit Frisch-Wasser, der die Welle erzeugt, an der Buga-Anlegestelle positionieren.“

Bei den Überlegungen geht der Blick natürlich auch auf die anfallenden Kosten. Hier sieht Aurich je nach Variante einen Aufwand von zwei bis drei Millionen Euro. Für die Umsetzung wären demnach „zusätzliche Fördergelder aus der Wirtschaft“ notwendig. Sollte Heilbronn die Chance nutzen und die Idee umsetzen, dann wäre es sicher eine Aufwertung der Stadt. Gerade als Universitätsstadt könnte man für Studenten ein weiteres attraktives Freizeitangebot schaffen.

Doch Aurich bremst die Erwartung dann doch etwas, als es um die „Projektrealisierung“ geht. Aurich: „Es ist noch unklar und wird sicher, falls es überhaupt dazu kommt, noch einige Zeit dauern - wohl mehrere Jahre.“ Versuche auch in Mannheim und Stuttgart zu errichten scheiterten, wie er erklärt. Beide Städte hatten Probleme mit Salmonellen im Wasser.

Macht‘s Heilbronn wie Ulm? Stehende Welle bereist in Planung

Auch in Ulm hat man große Wellen-Pläne. Aktuell müssen Surf-Fans noch mit einer Brücke an der Iller im Süden der Stadt begnügen. Doch die Stadt plant die stehende Welle bereits. Positiv auch für die Heilbronner Idee: Laut dem Artikel der dpa sind beim Naturschutzbund (Nabu) bislang keine größeren Probleme mit künstlichen Surfwellen bekannt. 

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