War es Eifersucht?

Familien-Drama in Heilbronn: Polizei rätselt über Motiv - Ermittlungen laufen

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Die getötete Frau hinterlässt sieben Kinder. Deren Zukunft ist aktuell noch ungewiss.
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Nach dem schrecklichen Familien-Drama in Heilbronn, dauern die Ermittlungen weiter an. Das Motiv des Mannes bleibt weiter unklar.

○ Nach dem Familien-Drama in Heilbronn ist das Tatmotiv immer noch nicht bekannt.
○ Der Mann stach mehrmals auf seine Frau ein.
○ Die polizeilichen Ermittlungen laufen. 

Weihnachten ist vorbei. Das Fest der Liebe damit wohl auch, denn: In Heilbronn spielte sich ein Familien-Drama ab. 

Familien-Drama in Heilbronn: Mann schweigt weiter

Update vom 2. Januar: Nach dem schrecklichen Familien-Drama in Heilbronn am Freitagabend, 27. Dezember, ermittelt die Polizei weiter nach dem Motiv des 44-jährigen Mannes. Ein erster Verdacht der Polizei war, dass der Mord aus Eifersucht begangen wurde. 

Der Mann stellte sich kurz nach der Tat der Polizei. Doch: Seitdem hat er keine weiteren Angaben gemacht, erklärt Carsten Diemer, Pressesprecher der Polizei Heilbronn auf echo24.de-Anfrage. 

Nach Familien-Drama in Heilbronn: Ermittlungen der Polizei dauern an

Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiter an. Ohne weitere Zeugen der Tat gestalten sich diese für die Polizei allerdings schwierig. "Wir müssen abwarten, was die Spuren ergeben", sagt Diemer.

Nach Familien-Drama in Heilbronn: Versorgung der sieben Kinder 

Update vom 30. Dezember: Am Freitag ereignete sich ein schreckliches Familien-Drama in Heilbronn. Ein Mann erstach seine Frau aus Eifersucht! Die getötete Frau hinterlässt sieben Kinder, die nun versorgt werden müssen. Aber wie genau? Was passiert nun mit den Kindern? echo24.de hat bei Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg nachgefragt. 

"Das Jugendamt hat jetzt ein großes Problem und steht auch vor einer großen Herausforderung", sagt Heinrich Schüz, Vorstand vom Kinderdorf e.V. Denn: Es gibt vielleicht ein bis zwei Notfallplätze bei Pflegefamilien. Das heißt, es können auch nur zwei oder drei Kinder sofort untergebracht werden. Aber keine sieben! 

Schüz: "Es müssen viele Sachverhalte geklärt werden und das braucht Zeit. Man könnte die Kinder vorerst in einer Wohngruppe unterbringen, damit sie überhaupt versorgt werden." Danach steht das Jugendamt vor einer Herausforderung. Es müssen alle Familienverhältnisse geklärt werden. Hat die getötete Frau zum Beispiel Verwandte, die die Kinder versorgen können. "Nach einer so schrecklichen Tat ist es immer gut, wenn Verwandtschaftsbeziehungen aufrechterhalten werden können", erklärt Schüz. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass jemand alle sieben Kinder aufnehmen kann. Im Klartext: Bei dauerhafter Unterbringung müssen die Kinder getrennt werden. 

Familien-Drama in Heilbronn - Mann sticht Frau tot

Erstmeldung 28. Dezember: Ein 44 Jahre alter Mann soll am Freitagabend seine Ehefrau in Heilbronn getötet haben. Wie die Polizei mitteilt, stach der Ehemann nach derzeitigem Ermittlungsstand aus Eifersucht mit einem spitzen Gegenstand zu. Nicht einmal, sondern mehrmals. Seine 33-jährige Frau starb an ihren Verletzungen. Anschließend begab sich der 44-Jährige zum Polizeirevier Heilbronn, berichtete hier über das Geschehen und ließ sich widerstandslos festnehmen. 

Familien-Drama in Heilbronn: Tote Mutter hinterlässt sieben Kinder

Bei der sofortigen Überprüfung der Wohnanschrift der Familie durch die Polizei konnte die Ehefrau nur noch tot aufgefunden werden. Immerhin: Die sieben minderjährigen Kinder des Ehepaares wurden unversehrt in der Wohnung angetroffen. Ersten Ermittlungen nach wurden diese nicht Zeugen der Tat. Aber: Sie wachsen von nun an ohne Mama auf - und wohl auch ohne Papa. 

Die Kinder wurden durch Notfallseelsorger und das Jugendamt Heilbronn betreut und in Obhut genommen. Der Ehemann wurde inzwischen einem Richter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftbefehl wegen Mordes erließ. Der 44-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

In der Region gab es weitere Todes-Dramen am 28. Dezember 2019

Es war nicht die einzige Tat mit Todesfolge an diesem 28. Dezember 2019. In Stuttgart-Vaihingen ist ein 32-Jähriger mit einem Schwert auf die Polizei losgegangen. Durch Pfefferspray konnte die Polizei den Angreifer nicht abwehren, also zogen sie die Waffen - und schossen. Der Angreifer starb infolgedessen im Krankenhaus. 
Auf der B292 bei Waibstadt gab es ebenfalls ein Drama. Ein 18-Jähriger ist mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren. Das Auto war ein Trümmerhaufen, der junge Mann verstarb noch vor Ort. Warum er von der Straße abkam, war zunächst unbekannt. 

Und auch zum Jahresstart gab es dramatische Meldungen der Polizei. So wurde in Remshalden auf einer Günfläche eine Leiche aufgefunden. Mittlerweile wurde die Identität geklärt. Es handelt sich um eine seit Mai 2019 vermisste Frau aus der Region.

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