Vorbildliche Radverkehrsförderung?

Heilbronn als "Fahrradfreundliche Kommune" ausgezeichnet: Wie kommt's?

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Heilbronn erhält zum ersten Mal die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune". (Symbolbild)
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Heilbronn erhält die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune". Doch wie funktioniert eigentlich die Bewerbung - und welche Kriterien müssen erfüllt werden?

○ Die Stadt Heilbronn wurde als "Fahrradfreundliche Kommune" ausgezeichnet.
○ Für die Auszeichnung muss sich die Stadt selbst bewerben. 
○ Nach fünf Jahren ist eine Rezertifizierung möglich.

Heilbronn erhält zum ersten Mal die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune"

Fahrradfahren ist umweltfreundlich und hält dazu auch noch fit. Doch um auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Rad zu benutzen, muss ein attraktives Radverkehrsnetz vorhanden sein. Kopenhagen und Amsterdam machen es vor - laut spiegel.de steigen 58 Prozent der Amsterdamer täglich aufs Fahrrad. In Heilbronn entstehen immer mehr Fahrradwege, doch es gibt Ecken mit viel Crash-Potential. 

Wie es aussieht, ist das Ministerium für Verkehr in Baden-Württemberg aber zufrieden. Heilbronn scheint in Sachen Fahrradfreundlichkeit offenbar alles richtig gemacht zu haben. Die Stadt erhielt am 13. Dezember zum ersten Mal die Landesauszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune". Fünf Jahre lang ist diese Auszeichnung nun gültig. Danach muss Heilbronn sich erneut zertifizieren lassen.

Heilbronn ist nun eine "Fahrradfreundliche Kommune": So bekommt man die Auszeichnung

Doch was steckt eigentlich hinter dieser Auszeichnung? Seit 2011 werden Städte, Gemeinden und Landkreise mit einer vorbildlichen Radverkehrsförderung ausgezeichnet. Geprüft wird anhand eines Prüfkatalogs, der sich an den Handlungsfeldern der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg orientiert. 

Für die Auszeichnung bewerben, kann sich jede Stadt, Gemeinde oder jeder Landkreis. Eine Voraussetzung gibt es jedoch für die Bewerbung: Es dürfen sich nur Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW) bewerben. Der Erstantrag besteht aus einer zweiseitigen Checkliste mit 13 Punkten. Zum Beispiel sollte es ein Radverkehrskonzept, konzeptionelle Grundlagen zu Bike + Ride und Informations- oder Serviceangebote für den touristischen und/ oder Freizeitradverkehr geben.

Heilbronn erhält die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" für fünf Jahre

Kann hinter jeder Aussage ein Häkchen gesetzt werden, kann das Antragsverfahren beginnen. Als Nächstes folgt ein Fragebogen und die Prüfung des Antrags durch eine Prüfkommission. Zum Schluss bekommt jede Stadt, Gemeinde und jeder Landkreis eine Hausaufgabe auf den Weg. Dabei handelt es sich um konkrete Punkte, die eine Kommune nach der Prüfung aktiv angehen sollte, um erneut einen Erstantrag stellen zu dürfen oder um sich für eine Rezertifizierung nach fünf Jahren bewerben zu können.

Viele Erstbewerber gab es dieses Jahr nicht - Heilbronn war die einzige Stadt, die einen Antrag auf die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Stadt" gestellt hat. Mit Heilbronn gibt es nun zehn fahrradfreundliche Städte und Landkreise in Baden-Württemberg. Diese sind: Freiburg (2011, rezertifiziert 2017), Karlsruhe (2011, rezertifiziert 2017), Offenburg (2011, rezertifiziert 2017), Heidelberg (2012, rezertifiziert 2018), Kirchheim unter Teck (2012, rezertifiziert 2018), Tübingen (2014), Lörrach (2015), Mannheim (2017), Heilbronn (2019). "Fahrradfreundlicher Landkreis" ist der Landkreis Göppingen (2013, rezertifiziert 2019).

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