Zwölf Meter hohes Fahrrad-Parkhaus

Bauarbeiten für das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn beginnen – so funktioniert‘s

Am Montag starteten die ersten Bauarbeiten für das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn. Zwölf Meter hoch soll der Turm werden und über 120 Räder beherbergen.

  • Die Bauarbeiten für das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn haben begonnen.
  • Im Fahrrad-Parkhaus am Heilbronner Hauptbahnhof können voraussichtlich ab August 2021 mehr als 120 Fahrräder untergebracht werden.
  • Fast zwölf Meter hoch soll das turmartige Gebäude werden.

Bereits am Montag ging es los, die offiziellen Bauarbeiten für das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn haben begonnen. Seit September wurden bereits vorbereitende Bautätigkeiten durchgeführt. Das Fahrrad-Parkhaus ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit für die Stadt: Denn umso attraktiver die Angebote für Fahrradfahrer werden, desto mehr Menschen lassen in Zukunft vielleicht ihr Auto stehen und schwingen sich stattdessen aufs Rad.

Heilbronn: Bauarbeiten für Fahrrad-Parkhaus am Hauptbahnhof beginnen

Das Fahrrad-Parkhaus wird in Heilbronn zwischen der alten Post und dem Hauptbahnhof am Willy-Brandt-Platz stehen. So können Pendler ohne Sorgen ihr Zweirad problemlos den ganzen Tag im Parkhaus stehen lassen. Die bisher am Bahnhof platzierten Radbügel zwischen dem Bahnhofsgebäude und der alten Post sollen zunächst für die Bauzeit des Fahrrad-Parkhauses entfernt werden. Nach Fertigstellung des Parkhauses sollen die Fahrradbügel wieder installiert werden. Bis dahin können die Fahrräder im Bahnhofsvorplatz und im Bereich der Taxistände abgestellt werden.

Anschließend wird das Fundament für den fast zwölf Meter hohen Turm geschaffen. Entworfen hat das Konzept für das Fahrrad-Parkhaus das Unternehmen Wöhr aus Friolzheim im Enzkreis, Baden-Württemberg. Die Bauform des Fahrrad-Parkhauses benötigt laut der Stadt Heilbronn nur eine sehr geringe Grundfläche und hat einen Durchmesser von nur 7,3 Metern. Das turmartige Gebäude ist somit besonders platzsparend. Einen passenden Namen gibt es auch bereits, das Parkhaus soll „Radhaus Heilbronn“ heißen.

Wie funktioniert das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn?

Das Fahrrad-Parkhaus soll sowohl dauerhaft als auch spontan genutzt werden können. Einen Platz fürs Rad kann über ein Online-Portal gebucht werden. Die Abstellplätze können auf Dauer gemietet werden. Alle verfügbaren Restplätze können bei Bedarf von Radfahrern vor Ort gebucht werden.

Wer sein Fahrrad parken möchte, schiebt sein Rad ganz einfach in eine dafür vorgesehene Schiene vor einer Aufzugstür. Die Räder werden bei der Einlagerung von Sensoren gescannt und identifiziert, danach dauert das eigentliche Einräumen der Räder nur noch 18 Sekunden. Ähnlich wie bei einer Waschanlage wird das Fahrrad dann automatisch eingezogen und durch den Aufzug auf eine bestimmte Etage befördert und dort geparkt. Dauerparker erhalten einen Chip, mit dem das Fahrrad von dem Parkhaus erkannt werden kann.

Welche Fahrräder können in dem Parkhaus abgestellt werden?

In dem Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn können alle gängigen Fahrradmodelle untergebracht werden. Inklusive Pedelecs und auch E-Bikes, allerdings nur mit einem Gewicht von bis zu maximal 30 Kilo sowie einer Lenkerbreite von bis zu 76 Zentimeter.

Zubehör wie Satteltaschen oder Körbe können an den Fahrrädern bleiben. Loses Zubehör sollte vor dem Einlagern im Fahrrad-Parkhaus entfernt werden, da es sich während des Transportes lösen könnte.

Wie viel kostet das Parken im Radhaus Heilbronn?

Die Mietkosten für das Fahrrad-Parkhaus sind bisher noch nicht fix. Die Kosten sollen sich allerdings an dem Preis für die bereits vorhandenen Fahrradboxen am Hauptbahnhof orientieren. Eine solche Fahrradbox kostet in Heilbronn derzeit 67 Euro pro Jahr.

Wann wird das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn in Betrieb genommen?

Das Fahrrad-Parkhaus in Heilbronn soll ab August 2021 genutzt werden können – vorausgesetzt es kommt zu keinen Verzögerungen bei den Bauarbeiten, wie etwa durch die Corona-Pandemie. Die Kosten für den Bau betragen rund 840.000 Euro. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die RadKULTUR durch das Land Baden-Württemberg.

Rubriklistenbild: © Annette Birschel/dpa

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