Als 5. Stadt in Baden-Württemberg

Neue Ortsschilder! Heilbronn bekommt den Titel "Universitätsstadt"

Die Stadt Heilbronn ist nun offiziell "Universitätsstadt".
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Die Stadt Heilbronn ist nun offiziell "Universitätsstadt".
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Die Entwicklung der Stadt Heilbronn geht stetig voran. Nun bekommt Heilbronn einen neuen Titel verliehen. Seit Februar 2020 ist die Stadt offiziell "Universitätsstadt". 

• Heilbronn seit 01. Februar 2020 eine Universitätsstadt.
• In Baden-Württemberg gibt es vier weitere Universitätsstädte.
• Ortsschilder werden ausgetauscht.

Neue Ortsschilder! Heilbronn bekommt den Titel "Universitätsstadt"

Update, 03. Februar: Den besten Ruf hat die Stadt Heilbronn in Deutschland sicher nicht. Jedoch lässt sich nicht abstreiten, dass sie eine tolle Entwicklung durchläuft - und gerade den nächsten Schritt gegangen ist: Heilbronn ist seit dem 1. Februar offiziell "Universitätsstadt"

Diesen Titel bekommt nicht jede Stadt. InBaden-Württemberg gibt es aktuell nur fünf Universitätsstädte. Den Universitätsstädten Mannheim, Konstanz und Ulm hatte die Landesregierung diese Bezeichnung auf entsprechenden Antrag bereits 1979 verliehen. Die Universitätsstadt Tübingen führte diese Bezeichnung bereits vor dem Inkrafttreten der Gemeindeordnung und seither weiter. 2020 ist nun also Heilbronn dazugekommen.

Universitätsstadt Heilbronn: Das ist die Begründung der Landesregierung

Die Landesregierung begründet Ihre Entscheidung mit der "Einzigartigkeit des Bildungscampus in Heilbronn", wo die Technische Universität München (TUM) ihren Campus Heilbronn eröffnete mit den Schwerpunkten digitale Technologien, Entrepreneurship sowie Familienunternehmen und einem Zuschnitt der Studieninhalte auf den Wirtschaftsstandort Heilbronn. 

Auf demselben Campus forschen und lehren bereits die Hochschule Heilbronn (HHN) als eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sowie die German Graduate School of Management and Law (GGS).

Universitätsstadt Heilbronn: Mergel und Strobl freuen sich über neuen Titel

Über die Entwicklung der Stadt Heilbronn freut sich vor allem Oberbürgermeister Harry Mergel: "Durch die Bezeichnung Universitätsstadt wird die Bildungs- und Wissensstadt jetzt formal geadelt." Das Bewusstsein der Menschen müsse sich dahingehend auch etwas wandeln, aber Mergel ist zuversichtlich: "Durch die nachhaltig wachsende Zahl an Studierenden haben sich Stadtbild und Atmosphäre in der Stadt bereits verändert - und sie werden sich noch weiter verändern." 

Lob gab es auch von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl: "Der neue Titel ist der Lohn für harte Arbeit und eine herausragende Entwicklung." Strobl lebt seit fast 60 Jahren in Heilbronn und hat die Entwicklung der Stadt somit live miterlebt: "Ich weiß, wie Heilbronn früher war, und wie es heute ist. Dazwischen liegen Welten!" Im Laufe der nächsten Woche werden alle weiteren 51 Ortsschilder ausgetauscht. Dann wird es für alle sichtbar. 

Das macht Heilbronn und die Region zu einem Top-Aufsteiger Deutschlands

Ursprungstext, 12. Juli 2019: Heilbronn, eine der hässlichsten Städte Deutschlands? Von wegen! Man stelle sich vor: Menschen flanieren auf der "Neckarmeile" oder sitzen gemütlich auf einer grünen Wiese der Buga. Das ist alles andere als hässlich und dazu auch noch wirtschaftlich richtig gut. 

Denn: Laut "Zukunftsatlas 2019", veröffentlicht von handelsblatt.com, gehört Heilbronn zu den wirtschaftlichen Top-Aufsteigern unter Deutschlands Regionen. Die Stadt Heilbronn findet sich in diesem Jahr auf Platz 32 wieder, der dazugehörige Landkreis sogar auf 22. Damit liegt man auf Augenhöhe mit Köln und weit vor Städten wie Hannover, Leverkusen oder Lübeck.

Heilbronn: Stadt und Landkreis haben viel zu bieten

Bereits jetzt steht es alles andere als schlecht um den Verbund aus der Stadt Heilbronn und den vier umliegenden Landkreisen: Heilbronn, Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis und Schwäbisch Hall. Firmen wie Würth, Audi, EBM Papst, Bechtle, Voith und die Bausparkasse Schwäbisch-Hall zählen zu den größten Arbeitgebern. Keine andere Region der Republik vereint so viele Weltmarktführer. Und das ist noch nicht alles!

Urbanes Flair hält in Heilbronn Einzug

Der Heilbronner Fruchtschuppen der Deutschen Bundesbahn ist Vergangenheit, heute glänzt auf dem Areal der "Neckarbogen": Schicke Neubauten, Inklusions-Cafe, Kindertagesstätte und sogar Deutschlands erstes zehngeschossiges Holzhochhaus zieren jetzt die Skyline der Stadt. 

Aber wozu das Ganze? Man möchte vor allem jungen Menschen und Familien mehr bieten. Denn: Der Fachkräftemangel ist auch längst in Heilbronn angekommen. Eine Region, die (NOCH) keine hippe Klubszene zu bieten hat, keine pulsierende Innenstadt, keinen ICE-Bahnhof und keinen Flughafen in der Nähe, muss Talente erst einmal von sich überzeugen. Und dafür tut sie einiges!

Heilbronn macht große Schritte Richtung Zukunft - dank Bildungscampus und TU München

Neben der florierenden Innenstadt setzt Heilbronn vor allem auf Bildung. Der Antrag für neue Ortseingangsschilder mit dem Zusatz "Universitätsstadt" ist bereits gestellt. Denn: Der Dieter-Schwarz-Stiftung ist ein riesen Coup gelungen. Die TU München hat in Heilbronn einen "Satelittencampus" eröffnet. 20 Stiftungsprofessuren gab es von der Stiftung für die TU - als Spende.

Ebenfalls die Handschrift der Dieter-Schwarz-Stiftung trägt die neue Programmierschule 42 in Heilbronn, die sich ab 2021 im Gebäude der jetzigen Innovationsfabrik einquartiert. Die Start-up-Beratung muss ausziehen, ein neuer Standort ist bereits in Planung. 

Doch auch ohne die TU München muss sich der Bildungscampus Heilbronn nicht verstecken: Rund 4.000 Menschen lernen dort - in Zukunft sollen es noch weitaus mehr werden. Junge Menschen, die mit ihrem Wissen die zahlreichen Unternehmen in der Region um Heilbronn weiter nach vorne bringen sollen. 

Mehr als ein Industriestandort - Heilbronn hat große Ziele

Denn Heilbronn hat längst erkannt, dass es mehr sein muss, als ein reiner Industriestandort, um weiter nach vorne zu kommen. "Auch damit sich junge Menschen vorstellen können, nach der Schule die Region nicht zu verlassen", erklärt Klaus Mandel Direktor des Regionalverbands Heilbronn-Franken gegenüber handelsblatt.com. Die ersten Schritte in die richtige Richtung scheinen zumindest getan.

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