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„Gas-Alarmstufe“ in Heilbronn: Mit diesen Preisen rechnet die die HNVG

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Von: Christina Eppel

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Nachdem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Alarmstufe ausgerufen hat, wendet sich nun die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) an die Verbraucher.

Deutschland kämpft mit den Folgen des Ukraine-Kriegs. Nicht nur, dass die Spritpreise enorm gestiegen sind und die Preise bei Lidl, Kaufland und Co. explodieren – ein besonders ernstes Problem stellt nun die Gasversorgung dar. Denn Russland hat vor zehn Tagen die Gaslieferungen nach Deutschland gedrosselt. Daraufhin rief Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die zweite Stufe im Notfallplan Gas aus – die sogenannte „Alarmstufe“. Was bedeutet das aber für Verbraucher in Baden-Württemberg und Heilbronn?

Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) appelliert zumindest jetzt schon in einer Mitteilung an die Gasverbraucher der Region, Energie zu sparen. Nicht nur Haushaltskunden, sondern auch die Industrie und Gewerbe sollen demnach „einen Beitrag zur Stabilisierung der Gasversorgung in der Region Heilbronn“ leisten. „Wer jetzt Gas spart, hilft mit, Vorsorge für den Fall von Lieferengpässen zu treffen.“

Notfallplan Gas: HNVG sieht sich vorbereitet – dennoch drohen erhöhte Preise

Dennoch zeigt sich HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp zuversichtlich. Denn „die HNVG ist hierauf vorbereitet: Mit dem Ausrufen der Frühwarnstufe ist unser internes Krisenteam zusammengetreten, das die aktuelle Lage beobachtet und bewertet, um schnell reagieren zu können.“ Außerdem habe sich die Heilbronner Versorgungs GmbH bereits in den letzten Monaten organisiert und sogar Übungen zum Thema Gaskrise absolviert.

Die HNVG ist hierauf vorbereitet: Mit dem Ausrufen der Frühwarnstufe ist unser internes Krisenteam zusammengetreten, das die aktuelle Lage beobachtet und bewertet, um schnell reagieren zu können.

HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp

Denn die Bundesregierung habe, so die HNVG weiter, zusammen mit der Bundesnetzagentur frühzeitig Szenarien in Vorbereitung auf die aktuell auftretende Situation entwickelt. Es gebe beispielsweise eine Kategorisierung der Kunden „nach geschützten und nicht-geschützten Kunden“.

Notfallplan Gas in Heilbronn: HNVG mit Appell und erster Preis-Prognose

Zur Kategorie der besonders Geschützten gehören demnach aus heutiger Sicht Haushaltskunden sowie Gewerbekunden wie beispielsweise Krankenhäuser. Bei Kunden mit Alternativen zur Gasversorgung kann dagegen als erstes die Leistung reduziert werden.

Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG)

Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) ist Lieferant für Erdgas und Wärme sowie als Netzbetreiber für die Erdgas-, Wasser-, Abwasser- und Fernwärmeinfrastruktur in Heilbronn und der Region. Insgesamt ist die Heilbronner Versorgungs GmbH in rund 60 Kommunen in den Kreisen Heilbronn, Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Ludwigsburg über eine Entfernung von etwa 100 Kilometern tätig.

Dennoch bittet die HNVG alle Kunden, ob privat oder gewerblich, ihren Verbrauch an Gas und Energie schon jetzt so weit wie möglich zu reduzieren, „um eine Ausweitung der Gasmangelsituation zu verhindern.“ Ganz einfache Methoden sind da beispielsweise, Geräte komplett auszuschalten, statt nur den Standby-Modus zu nutzen, LED-Lampen statt herkömmlicher Halogenlampen im Haushalt zu verbauen oder Wäsche bei niedrigen Waschtemperaturen zu waschen.

Welche Maßnahmen die HNVG selbst nun in nächster Zeit ergreift, ist noch nicht bekannt, doch in der Mitteilung heißt es: „Wir werden in Kürze über die nun folgenden Maßnahmen informieren.“ Allerdings kommen die Heilbronner Gaskunden wohl um eine deutliche Preiserhöhung nicht herum. Auf echo24.de-Anfrage erklärte eine HNVG-Sprecherin: „Aus heutiger Sicht müssen sich unsere Kunden auf deutlich höhere Preise einstellen. Eine genaue Zahl kann hier allerdings nicht genannt werden, da jede Situation individuell bewertet werden muss.“

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