Heilbronn nimmt an der Earth Night teil

Earth Night: Darum bleiben am Dienstag in Heilbronn viele Gebäude dunkel

Eine Sternschnuppe zieht über dem Leuchtturm Bülk am Ufer der Ostsee ihre Bahn. Die Sternschnuppen der Perseiden sind in der ersten Augusthälfte teils im Minutentakt am Nachthimmel zu sehen.
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Um ein Zeichen in Sachen Umwelt zu setzen, schaltet Heilbronn am 7. September die Lichter aus. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Heilbronn nimmt an der bundesweiten „Earth Night“ teil und setzt somit ein Zeichen für die Umwelt – am Dienstag (7. September) gehen in der Stadt die Lichter aus.

Das Klima auf der ganzen Welt verändert sich – das ist inzwischen deutlich spürbar. Das Wetter wird immer extremer, Wissenschaftler sehen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Klimawandel und immer mehr Umweltkatastrophen. Deutschland ist immer wieder dabei, klare Klimaziele zu erarbeiten – und auch Heilbronn hat einen „Klimaschutz-Masterplan“.

Die kommende Aktion, die kurz bevor steht, ist zwar nicht Teil dieses Masterplans, soll aber ein Zeichen setzen. Am Rathaus, an der Kilianskirche und am Bollwerksturm schaltet die Stadt Heilbronn am Dienstag (7. September) ab 22 Uhr für eine Nacht die Lichter aus. Mit dieser Aktion beteiligt sich die Stadt an der so genannten „Earth Night“.

„Die Earth Night ist ein Ereignis, bei der Menschen versuchen, für wenigstens eine Nacht im Jahr das menschengemachte Kunstlicht so weit wie möglich zu reduzieren“, so die Initiatoren. Aufgerufen sind daher auch die Heilbronner Bürger sowie Unternehmen, sich an der Earth Night zu beteiligen.

Heilbronn: Darum bleiben am Dienstag viele Gebäude dunkel

Ziel der Earth Night ist es zu sensibilisieren für einen bewussteren Umgang mit der Ressource Licht. Denn Licht hat nicht nur positive Seiten, sondern verbraucht natürlich auch jede Menge Energie, irritiert Pflanzen und Vögel, tötet Insekten, lässt den Sternenhimmel verblassen und macht den Schlaf weniger erholsam.

Die Initiatoren, ein Team Ehrenamtlicher aus der ganzen Bundesrepublik, die sich als Paten der Nacht zusammen geschlossen haben, sprechen daher auch von „Lichtverschmutzung“. Die erste Earth Night gab es am 17. September vergangenen Jahres. Der Termin ist auch dieses Jahr wieder der September-Neumond.

Earth Night in Heilbronn: Der Masterplan zur Verringerung von Lichtverschmutzung

Die Verringerung von Lichtverschmutzung zum Insektenschutz ist auch im Biodiversitätsgesetz festgelegt, das im vergangenen Jahr vom Landtag Baden-Württemberg verabschiedet wurde. Das Amt für Straßenwesen trägt dieser Forderung bei der Modernisierung der Beleuchtung Rechnung, soweit die Normen für eine verkehrssichere Straßenbeleuchtung eingehalten sind.

Besonders energiehungrige HQL-Leuchten werden in den kommenden fünf Jahren an über 5.500 Lichtpunkten im gesamten Stadtgebiet durch deutlich sparsamere LED-Leuchten ersetzt, schreibt die Stadt Heilbronn in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig wird auf insektenfreundliches warm-weißes Licht mit 3.000 Kelvin, eine möglichst geringe Lichtpunkthöhe, geeignete Abstrahlwinkel sowie eine intelligente Steuerung geachtet.

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