Unbekannte Gepäckstücke gefunden

Nach Drohbrief im Bus! Polizei Heilbronn nennt weitere Details zu Vorfall am Bahnhof

+
Am Bahnhof Heilbronn war in einem Bus ein Drohbrief gefunden worden.
  • schließen

Am späten Samstagabend gab es eine Drohung am Heilbronner Busbahnhof. Inzwischen sind weitere Details bekannt.

  • In Heilbronn wird am Samstagabend der Busbahnhof wegen einer Bedrohungslage gesperrt.
  • Ein Drohschreiben war zuvor in einem Bus gefunden worden.
  • Die Polizei ermittelt strafrechtlich gegen den unbekannten Verfasser.

+++ Update, 11. November +++

Heilbronn: Nach Drohbrief im Bus! Polizei nennt weitere Details zu Vorfall am Bahnhof

Eine Busfahrerin findet in ihrem Fahrzeug ein Drohschreiben. Anschließend kommt es zu einem dreistündigen Einsatz am Busbahnhof in Heilbronn. Denn: Die Polizei findet zunächst verdächtige Gegenstände. Auch Experten des Landeskriminalamts und ein Sprengstoffhund sind vor Ort. Am Ende kann zum Glück Entwarnung gegeben werden. Doch viele offene Fragen bleiben. Zu einigen hat die Polizei auf echo24.de-Nachfrage Stellung bezogen.

Nach dem Auffinden des Drohbriefs hatten die Ermittler zunächst den Bus durchsucht. Behilflich war ein Sprengstoffhund. Dabei fanden sie zwei Kanister, deren Lagerung im Bus sich offenbar zunächst nicht erklären ließ. Spezialisten öffneten die Kanister dann. 

Heilbronn: Drohschreiben im Bus - Polizei nimmt Vorfall am Bahnhof sehr ernst

Inzwischen ist klar: "Der eine war leer. Der andere war mit AdBlue (Flüssigkeit zur Senkung von Stickoxidausstoß bei Dieselfahrzeugen, Anm. d. Red.) gefüllt", erklärt Polizeisprecher Rainer Köller. Ansonsten habe man aber keine verdächtigen Gegenstände gefunden. 

Köller: "Im Nachhinein sind wir natürlich froh, dass es keine tatsächliche Bedrohung gab." Dennoch nimmt die Polizei Heilbronn das Drohschreiben im Bus - wie immer bei solchen Vorfällen - sehr ernst. Gegen den unbekannten Täter werde strafrechtlich ermittelt.

Heilbronn: Verfasser des Drohschreibens ermittelbar? "Fahrgast müsste gesehen worden sein"

Eine Chance, diesen auch zu schnappen, sieht Köller schon. Wie groß diese sei, hänge aber davon ab, ob Spuren verwert- und vergleichbar seien. "Gesicherte Spuren werden ausgewertet. Welche Spuren das sind? Darauf möchte ich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher eingehen."

Zusätzlich sieht der Polizeisprecher großes Potenzial in möglichen Zeugenaussagen. Köller: "Da das Drohschreiben von jemand abgelegt worden sein muss, müsste der Fahrgast auch gesehen worden sein. Vielleicht fällt einem anderen Fahrgast im Nachhinein noch eine verdächtige Beobachtung ein und er meldet sich bei uns."

Heilbronn: Polizei hofft nach Drohbrief im Bus auf wertvolle Zeugen

Die Polizei habe zudem die Hoffnung, dass jemand Aufnahmen mit dem Handy gemacht habe, auf denen eventuell ein Verdächtiger zu sehen ist. Zeugen werden in jedem Fall gebeten, die Kriminalpolizei Heilbronn unter der Telefonnummer 07131/104-4444 zu kontaktieren.

War das Drohschreiben ein dummer Scherz oder mehr? Das kann derzeit natürlich niemand beantworten. Auch nicht, ob gegebenenfalls weitere solcher Vorfälle zu erwarten sind. "Wir hoffen aber bei einer eventuellen Wiederholungstat, dass es dann Zeugen geben wird", sagt Köller. Schließlich sei die Bevölkerung durch die Veröffentlichungen in den Medien zumindest zum Teil sensibilisiert.

+++ Ursprungsmeldung, 10. November +++

Heilbronn: Drohung am Busbahnhof - Experten geben Entwarnung

Große Aufregung am Heilbronner Busbahnhof am Samstagabend! Gegen 23 Uhr fand eine Busfahrerin in ihrem Bus ein Schreiben. Darin stand, dass der Verfasser angab, dass es beim weiteren Betrieb des Fahrzeugs zu einer Gefährdung Unbeteiligter kommen würde. Die Polizei kam und sperrte den Bereich um den Bus ab. Da sich unmittelbar neben dem Fahrzeug auch die Bahn- und Stadtbahngleise befanden, wurde deren Betrieb eingestellt. 

Und tatsächlich: Im Gepäckraum wurden Gegenstände gefunden, deren Lagerung sich dort nicht erklären ließen. Um eine Gefahr ausschließen zu können, wurden Fachleute des Landeskriminalamtes zur Untersuchung herangezogen. Gegen 2.05 Uhr konnten diese Entwarnung geben. Sämtliche Absperrungen und Betriebsunterbrechungen wurden daraufhin aufgehoben. Gegen den bisher unbekannten Verfasser des Schreibens wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Mehr News aus der Region

Nach einem Unfall in Heilbronn, musste eine Frau notoperiert werden. Sie war zuvor mit dem Fahrrad unterwegs.

Bei einem Unfall in Waiblingen entstanden rund 100.000 Euro Sachschaden. Dazu kommen mehrere Verletzte. 

In Heilbronn-Bretzfeld verbreitete sich eine Meldung auch über die Sozialen Medien rasend schnell: Angeblich sprachen Unbekannte Kinder aus einem Auto an. Doch der Polizei lag keine Anzeige vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare